Erstellt von svb am 16. September 2011
Griechenland, Griechenland, Tag für Tag. O Ellas, was geschieht mit Dir! Die Griechenlandkrise geht uns inzwischen alle an. Presse und Öffentlichkeit beschäftigen sich gefühlt ununterbrochen damit. Helfen wir den Griechen nicht, bricht alles zusammen. Die LINKE fordert, den Griechen das Geld zu geben als Ausgleich dafür, dass die Griechen ihr Geld vorher bei uns ausgegeben haben. Guter Ansatz, ich werde das mal mit meinem Feinkosthändler besprechen. Die Regierung fordert, den Griechen das Geld notfalls auch ohne Parlament zu geben, da sonst der Euro zerstört würde. Interessant. Griechenland hat knapp 11 Millionen Einwohner, also knapp weniger als Bayern. Das Bruttoinlandsprodukt Griechenlands beträgt laut Wikipedia 230,17 Milliarden Euro. Das sind 2,59 % des BIP aller Euroländer. Könnte der Ausfall eines derart geringen Prozentsatzes das gesamte Euro-Währungssystem zum Absturz bringen, hätte unser Währungssystem vermutlich größere Probleme als die griechischen Staatsschulden – es wäre schlicht eine Fehlkonstruktion.
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Erstellt von svb am 21. Oktober 2010
Zur Zeit läuft eine verlogene und völlig hysterische Diskussion zum Thema “Ausländer, Zuwanderung, Kultur und Islam”, die auf allen Ebenen geführt wird. Ich wäre daran verzweifelt, hätte ich nicht hie und da besonnene Analysen gelesen, Aufrufe zur Mäßigung oder schlicht Richtigstellungen der öffentlichen Äußerungen. Dieser Auseinandersetzung Stammtischniveau zu unterstellen, beleidigt manchen Stammtisch.
Zunächst: Was genau ist das Problem? Weiterlesen »
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Erstellt von svb am 3. Mai 2010

Perikles
Nun ist es so weit: Wir leihen den Griechen Geld. Wir, d.h. die Bundesrepublik Deutschland, werden 8,4 Milliarden Euro herleihen. Technisch wird es darauf hinauslaufen, daß irgendwelche Banken das Geld herleihen, aber zu AAA-Konditionen, und die Bundesrepublik Deutschland bürgt dafür. Die FDP hatte sich bereits beschwert, daß für die Steuersenkungen kein Geld da sei, wohl aber für die Griechen, aber das ist natürlich Unsinn, denn hier werden Äpfel und Birnen verglichen. In einem Fall wird Geld, das uns nicht mal gehört und das an anderer Stelle dringend benötigt würde, mit vollen Händen zum Fenster rausgeworfen und landet in den Taschen einiger weniger, im anderen Fall helfen wir wenigstens unseren Nachbarn …
Kleiner Scherz: Umgekehrt stimmt es natürlich auch. So wie die Steuersenkungen tatsächlich in höchst polemischer und vereinfachender Form vor allem auf Kosten der Kommunen und Länder geplant war und auch seit der Hotelsteueraffäre niemand mehr so recht der FDP in solchen Dingen wirklich etwas Seriöses zutraut, so ist es auch höchst peinlich, wenn Herr Kauder von der CDU alle wundervollen Sachargumente ignorierend seinem Koalitionspartner (?) öffentlich vorhält, keine Ahnung von Wirtschaft zu haben, da er Bürgschaften mit ausgegebenem Geld verwechsle. Hier zeigt sich bei Herr Kauder eine peinliche Abwesenheit von Erfahrung in Gelddingen – oder er stellt die Sache schlicht wider besseres Wissen falsch dar: Weiterlesen »
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Erstellt von svb am 19. Februar 2010
Über die Griechen hört man derzeit Unerfreuliches. Sie sollen pleite sein, und nicht bereit, jetzt wenigstens zu sparen, damit die EU das Land vor dem Staatsbankrott retten kann. Das darf die EU zwar nicht, auch nicht einzelne Mitgliedsländer, aber das ist ja eigentlich egal: Wo kein Kläger, da kein Richter. Wer sollte auch klagen? Die Geberländer? Sich selbst verklagen? Und alle anderen denken derzeit höchstens darüber nach, wie sie auch in den Genuß ausländischer Füllhörner kommen könnte.
Wieso aber sollten wir den Griechen Geld geben? Weiterlesen »
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Erstellt von svb am 1. Juli 2009
Christine Nöstlinger hat ein bekanntes Kinderbuch geschrieben, “Wir pfeifen auf den Gurkenkönig”. Ich mochte es als Kind nicht. Es war etwas tendenziös, der König war zu fies und die Kinder zu respektlos. Vielleicht war ich als Kind auch zu royalistisch, um für die Botschaften dieses Buchs empfänglich zu sein, wer weiß.
Übrig blieb für mich nur der Name, “Gurkenkönig”, nachdem sich die Handlung längst hinter den gnädigen Schleier des Vergessens zurückgezogen hatte. Und genau daran mußte ich nun denken, verrückte Assoziation. So wie der Gurkenkönig ein Zerrbild einer Autokratie vermittelte, so vermittelt die Gurke an sich das Zerrbild der Bürokratie. Weiterlesen »
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