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	<title>SvB-Blog &#187; Spass</title>
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	<description>Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)</description>
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		<title>Buchtipps zu Weihnachten</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 19:12:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Weihnachten steht vor der Tür &#8211; und das beste Geschenk sind doch immer noch Bücher. Allerdings gibt es im Zeitalter von Amazon &#38; Co kein Stöbern, kein Schmökern im Buchladen mehr &#8211; Amazon sucht die Bücher ja schon für uns aus. Praktisch, macht abhängig und denkfaul. Aber keiner wird gezwungen. Und es gibt Bücher, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2011/12/IMG_2671.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3853" title="IMG_2671" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2011/12/IMG_2671-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Weihnachten steht vor der Tür &#8211; und das beste Geschenk sind doch immer noch Bücher. Allerdings gibt es im Zeitalter von Amazon &amp; Co kein Stöbern, kein Schmökern im Buchladen mehr &#8211; Amazon sucht die Bücher ja schon für uns aus. Praktisch, macht abhängig und denkfaul.</p>
<p>Aber keiner wird gezwungen. Und es gibt Bücher, die Amazon nicht kennt. Die findet man zum Beispiel in Antiquariaten. Bücher, von denen es nur noch ein paar hundert Stück gibt, die niemand mehr empfiehlt, die es nie mehr in die Bestsellerlisten schaffen werden. Allein der Geruch im Antiquariat ist den Besuch wert, und dann findet man häufig echte Perlen.</p>
<p>Darum geht es heute aber nicht, denn es gibt ein noch spezielleres Antiquariat. Die seltensten Bücher der Welt. Die meisten sind so selten, dass sie nie geschrieben wurden oder sie sind so dünn, daß sie nur im zweidimensionalen Kontext gefunden werden.<span id="more-3839"></span></p>
<p>Ich war neulich dort, aber ich finde den Weg nicht mehr und muss daher aus dem Gedächtnis berichten. Die besten Titel, die mir in Erinnerung geblieben sind, führe ich hier auf. Vielleicht kennt der eine oder andere Leser weitere Titel?</p>
<ul>
<li>Karl-Theodor zu Guttenberg: Wissenschaftliche Methodik</li>
<li>Mahatma Gandhi: Hundert wohlschmeckende Gerichte mit Rindfleisch</li>
<li>Benedikt XVI: Der Eheberater</li>
<li>Gesine Schwan: Meine Zeit als Bundespräsidentin</li>
<li>Baschar al-Assad und Deng Xiao Ping: Facebook und Twitter für Anfänger</li>
<li>Mike Tyson: Schule des Violinspiels</li>
<li>Sarah Palin: Geschichte und Geographie für die erste Klasse</li>
<li>Jürgen Trittin und Claudia Roth: Aus Liebe zu Deutschland</li>
<li>Jürgen Trittin und Oskar Lafontaine: Leben und leben lassen</li>
<li>Stephan Raab: Jetzt mal im Ernst</li>
<li>Angela Merkel: Geradlinigkeit als Mittel der Politik</li>
<li>Klaus Wowereit und Kostas Karamanlis: Haushaltsdisziplin</li>
<li>Christian Ude: Der Ruheständler</li>
<li>Thomas Gottschalk: Geschmack erkennt man an der Kleidung</li>
<li>Lothar Matthäus: Im Schach gewinnen trotz Würfelpech</li>
<li>Al Gore: Warum es gut ist, wie es ist</li>
<li>Thilo Sarrazin: Lob der Behutsamkeit</li>
<li>Peter Hartz: Wie man den eigenen Namen raushält</li>
<li>Peter Gauweiler: Die Kunst des Oportunismus</li>
<li>Hans-Peter Uhl: Aufrichtigkeit als Prinzip der Politik</li>
<li>Jörg Ziercke: Einigkeit und Recht und Freiheit</li>
<li>Mario Barth: Wirklich witzig</li>
<li>Günter Wallraff: Ich war Host Köhler &#8211; meine Zeit als V-Mann im Bundespräsidentenamt</li>
</ul>
<p>Ich würde mich über Kommentare freuen (parallel bei <a href="http://www.czyslansky.net/?p=5003" target="_blank">Czyslanski</a> und hier)</p>
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		<title>Saure Gurkenzeit</title>
		<link>http://www.svb.bayern.net/2011/06/10/saure-gurkenzeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 13:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist es schon wieder soweit? Saure Gurkenzeit &#8211; nichts zu berichten für die Presse? Sieht man die aktuelle Spiegel-Online-Startseite an, liegt diese Vermutung nahe: Was für eine Meldung. Mich wundert höchstens, dass er das jetzt erst tut. Nicht, daß ich ihm noch irgendetwas hinterherwerfe. Ich greife das aus ganz anderen Gründen auf. Laut SPON gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es schon wieder soweit? Saure Gurkenzeit &#8211; nichts zu berichten für die Presse? Sieht man die aktuelle Spiegel-Online-Startseite an, liegt diese Vermutung nahe:</p>
<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2011/06/Bild-5.png"><img class="size-full wp-image-3648 alignnone" title="Bild 5" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2011/06/Bild-5.png" alt="" width="883" height="268" /></a></p>
<p>Was für eine Meldung. Mich wundert höchstens, dass er das jetzt erst tut. Nicht, daß ich ihm noch irgendetwas hinterherwerfe. Ich greife das aus ganz anderen Gründen auf. <span id="more-3647"></span>Laut SPON gibt es heute vier Top-Themen. Unter welches fällt denn nun die Guttenberg-Meldung? Ehec wohl kaum, nach dem erneuten Freispruch der Gurken fällt höchstens auf, daß es eben einen fließenden Übergang von rohen zu sauren Gurken gibt.</p>
<p>Opel? Daß Opel schon wieder nicht überlebensfähig ist, ist doch auch keine Extra-Meldung. Als die Meldung gestern in den Nachrichten kam, dachte ich, ich sehe mal wieder eine Aufzeichnung. Da passiert es mir häufig, daß ich voll Staunen die Nachrichten sehe und denke, das kenne ich doch schon alles. Bis sich eben herausstellt, daß die Aufnahme auch schon vier Wochen alt ist. Freud und Leid des Digitalrecorders. Aber Opel schwächelt schon wieder &#8211; und sei es nur, daß es schon wieder einfach nur schwachgeredet wird. Aber vielleicht hat Tata ein Einsehen und führt Opel mit Jaguar und Landrover zu neuen Höhen. Bezug zu Guttenberg? Nun, die Opelianer sind schlecht auf ihn zu sprechen, er hat als Wirtschaftsminister die Stützung von Opel verhindert. Das fand ich damals völlig richtig, da mochte ich ihn noch. Richtig finde ich es auch heute noch, aber das mit dem Mögen, das hat sich erledigt. Lange, bevor diese Einstellung Mainstream wurde. Zu Opel fehlt nun aber jeglicher Bezug.</p>
<p>Vielleicht Dirk Nowitzki? Der ist nun allerdings das genaue Gegenteil zu Guttenbergs. Seit Jahren liefert er beeindruckende Leistungen ab, nur die letzte Anerkennung, die wird ihm immer wieder verweigert. Er ist der Star der Dallas Mavericks, aber er kann machen, was er will, er gewinnt die NBA nicht. Er verliert, weil er allein kämpfen muss, ihm fehlt ein Team, das mit ihm die Meisterschaft packt. Zu Guttenberg hatte ein Team, er hatte Unterstützung, er ist allein über sich selbst gestolpert, über seine eigene Überheblichkeit. Viel Feind, viel Ehr? Das gilt natürlich nur in offenen Feldschlachten, nicht in der Politik.</p>
<p>Damit bleibt nur noch ein Punkt übrig; Guttenberg verläßt uns, es wird Zeit für</p>
<p class="finish">Germany&#8217;s Next Topmodel</p>
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		<title>Männer und Blumen</title>
		<link>http://www.svb.bayern.net/2011/05/07/manner-und-blumen/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 13:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spass]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Floristin]]></category>
		<category><![CDATA[Muttertag]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen ist es wieder so weit. Muttertag. Es macht Spaß, der Mutter seiner Kinder oder auch der eigenen Mutter eine besondere Freude zu machen, indem man sich mal um die Dinge kümmert, die sonst so prima funktionieren, daß man sie kaum noch wahrnimmt. Also Essen herrichten, Kinder bespaßen, Verwöhnprogramm starten. Keine schlechte Einrichtung. Das macht auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3598" title="Blumen" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2011/05/P1010016-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" />Morgen ist es wieder so weit. Muttertag. Es macht Spaß, der Mutter seiner Kinder oder auch der eigenen Mutter eine besondere Freude zu machen, indem man sich mal um die Dinge kümmert, die sonst so prima funktionieren, daß man sie kaum noch wahrnimmt. Also Essen herrichten, Kinder bespaßen, Verwöhnprogramm starten.</p>
<p>Keine schlechte Einrichtung. Das macht auch Männern Spaß. Mit einer Einschränkung. Alle Männer wissen, wovon ich rede: <span id="more-3592"></span>Es müssen Blumen gekauft werden, der vermutlich sinnloseste Akt nach der Erfindung des Rasierapparats. Das beginnt schon bei der Planung. Muttertag ist immer am Sonntag. Da haben die Blumengeschäfte zwar häufig auf, aber nicht dann, wenn man hingehen will. Und man hätte vorbestellen sollen. Wenn man eh vorbestellen muss, kann man das Grünzeug ja schon vorher kaufen. Nur nicht zu früh, sonst erwarten einen schräge Blicke, wenn man sein rascheliges Gemüse präsentiert.</p>
<p>Also kauft man doch am besten Blumen, die ewig halten. Die kann man nächstes Jahr wiederverwenden. Frauen haben doch so viel übrig für Nachhaltigkeit. Gute Idee? Von wegen. Plastikblumen scheiden sowieso aus. Papierblumen sind höchstens geeignet, außen an Geschenke drangehängt zu werden, Deko also. Seiden- oder Strohblumen sind schöner, aber eben auch Deko. Das zählt alles nicht als <em>Blume</em>.</p>
<p>Blumen müssen was Lebendiges sein. Na gut, was ist mit einem hübsche Kaktus? Finger weg! Kakteen kommen nicht gut an, auch wenn sie noch so tolle Blüten tragen. Dabei sind Kakteen so praktisch! Sie nehmen es nicht einmal übel, wenn man ein paar Wochen in Urlaub fährt. Aber Kakteen geht gar nicht. Woran das liegt? Keine Ahnung, Rosen haben auch Dornen und Maiglöckchen sind auch klein.</p>
<p>Also testet man den Erfolg einer blühenden Topfpflanze. Das Geschenk wird ein bisserl ungnädig akzeptiert. Schon wieder verkehrt. Nein, es muss ein Blumen<em>strauß</em> sein. Schnittblumen. Sinnlose Investition, das Zeug hält mit Glück eine Woche, kostet aber soviel wie eine Flasche von edlem Hochprozentigem, was viel länger hält (nicht immer, na gut).</p>
<p>So sei es, Schnittblumen also. Wo gibt es die? An der Tankstelle &#8211; prima Sache. Nur schauen leider Tankstellenblumen aus wie Tankstellenblumen &#8211; die Frauen sehen das sofort. Das gilt auch für Tengelmannware, obwohl man damit schon gelegentlich recht weit kommen kann. Nein, es muß aus einem Blumenladen kommen, einem jener <em>little shops of horror</em>, die sich immer wie aus dem Nichts mit Menschen füllen, wenn man eben schnell einen Strauß mitnehmen will. Es genügt, wenn nur einer vor uns an der Reihe ist &#8211; schon dauert es lange. Blumenläden sind Frauendomänen. Auch wenn man immer wieder Männer dort trifft, der typische Blumenladen wird von einer Frau betrieben. Einer Frau, die prompt nicht versteht, was man braucht.</p>
<p>&#8220;Was darf&#8217;s denn sein?&#8221; &#8211; was für eine Frage. &#8220;Einen Blumenstrauß hätt&#8217; ich gern&#8221;. Genug gesagt, möchte man meinen, aber da geht der Horror erst los. &#8220;An was haben Sie denn da so gedacht?&#8221; Mei, Blumen halt. So rote oder gelbe, von mir aus auch blaue. Nichts Überkandideltes. Aber halt &#8211; das ist doch nicht so schwer. &#8220;Morgen ist ja Muttertag, ich hätte gern was dem Anlass Angemessenes.&#8221; Ratlosigkeit breitet sich auf dem Gesicht der Floristin aus. Ich ergänze hilfreich &#8220;Für meine Frau.&#8221; Immer noch dieser leere Blick. &#8220;Ihre Lieblingsfarbe ist blau&#8221; &#8211; nun sind wir wieder auf bekanntem Terrain. &#8220;Blau gibt es zur Zeit nichts. Wieviel wollten Sie denn ausgeben?&#8221;.</p>
<p>Das ist die Killerfrage schlechthin. Während mir meine Frau das Liebste und Teuerste ist, und ich ja extra hier bin, um Geld für Blumen zu versenken, ist die Kombination aus &#8220;ausgeben&#8221; und &#8220;wollen&#8221; recht gewagt. Ich nuschle eine astronomische Summe, da ich schon merke, daß mich die Dame neben mir mustert. Soll sie ruhig mitkriegen, wie lieb ich meine Frau habe. Die Floristin wirkt unbeeindruckt. Offensichtlich kann man noch horrendere Summen ausgeben. Sie zupft an ein paar unausprechlichen Kräutern herum &#8211; Blumen sehen anders aus. Da habe ich die Erleuchtung: &#8220;Ich nehme von den roten Rosen dort drüben ein Dutzend&#8221; stoße ich hervor. Die Blumenverkäuferin ist enttäuscht. Aus solchen Rosen kann man nur Rosensträuße machen, keine multimedialen Gesamtkunstwerke mit Accessoires aus unterschiedlichsten Materialien, keine Korkenzieherschachtelhalme, keine rascheligen Papier<em>extensions</em>, keine Federn, kein Glitzerpuder. Einfach Rosen und ein bißchen Dill. Na gut, jedenfalls etwas, das aussieht wie Dill.</p>
<p>Die Rache folgt auf dem Fuß. Ich strecke meine Hand aus, um die Blumen in Empfang zu nehmen, die Blumenbinderin verschwindet in den rückwärtigen Räumen des Geschäfts. Sie ruft noch &#8220;ich hoffe, Sie haben ein wenig Zeit mitgebracht.&#8221; Das Warten lohnt sich, nach gefühlt zwei Stunden bekomme ich endlich das floreale Wunderwerk, eingehüllt in mehrere Bahnen rascheliges Papier. Diesem Papier gebührt ein eigenes Kapitel &#8211; jeder, der bei einer Einladung der Gastgeberin ihren Blumenstrauß überreicht, steht vor der Wahl, die Blumen eingepackt zu überreichen (geht gar nicht), oder die Blumen ausgewickelt zu überreichen, dafür aber einen unförmigen Papierball in der anderen Hand zu halten, den man entweder gleich neben der Tür hinter die Büsche wirft (geht nicht) oder in der Hand behält (wie sieht das denn aus) oder in die Hosentasche knüllt, unter Verlust jeglicher Chance auf eine vorteilhafte Silhouette. Die Gastgeberin dafür schaut ebenfalls verzweifelt drein &#8211; &#8220;wo habe ich nur eine Vase für diesen Strauß&#8221; und entschwindet, sofern sie nicht über Hauspersonal verfügt. Das Einwickelpapier fällt in diesem Moment aus der Hosentasche in den Schirmständer und man hat wieder Hände frei für den Champagner.</p>
<p>Beschwingt durch diese Erinnerungen und das Einkaufserfolgserlebnis mache ich mich auf den Heimweg, nicht ohne ermahnt worden zu sein, diesen Rosen als erstes daheim die Stiele zu kürzen. Das hätten die im Blumengeschäft gleich erledigen können, aber nun gut. Ich habe mal wo gelesen, wo dieser Faible der Damen für Schnittblumen herkommt. Es ist die Demonstration der Bereitschaft, viel Geld für etwas komplett Sinnloses auszugeben. Männer kennen das ja auch, da hat es allerdings keine Blüten, sondern zwei oder vier Räder, darüber freut man sich doch eher als über einen überaus praktischen Familienvan.</p>
<p>Ich komme vom Thema ab. Bliebe nur das Problem, daß für diesen Spleen unschuldige Blumenwesen sterben mußten. Doch halt  - wozu hatten wir in der Schule auch Gelegenheit, uns mit den Grundlagen der Botanik vertraut zu machen. Die Blumen leben ja noch. Was man ihnen abschneidet und zu Sträußen bindet, sind doch lediglich ihre Fortpflanzungsorgane. Vielleicht ist es diese Vorstellung, die uns Männern bei diesem Thema</p>
<p class="finish">den Spaß verdirbt.</p>
<p><em>Bild: privat</em></p>
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		<title>William und Kate</title>
		<link>http://www.svb.bayern.net/2011/04/29/william-und-kate/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 15:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spass]]></category>
		<category><![CDATA[Kate]]></category>
		<category><![CDATA[Royals]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute haben zwei Menschen geheiratet &#8211; ich weiss nicht, ob Sie es mitbekommen haben. William und Kate heißen die beiden und sind nun Herzog und Herzogin von Cambridge. Ich liebe Verschwörungstheorien, und hier sehe ich eine, meiner Seel! Der Bräutigam ist ein Windsor und heißt William. Die lustigen Weiber von Windsor sind von Shakespeare. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben zwei Menschen geheiratet &#8211; ich weiss nicht, ob Sie es mitbekommen haben. William und Kate heißen die beiden und sind nun Herzog und Herzogin von Cambridge. Ich liebe Verschwörungstheorien, und hier sehe ich eine, meiner Seel!</p>
<p>Der Bräutigam ist ein Windsor und heißt William. Die lustigen Weiber von <em>Windsor</em> sind von Shakespeare. Der hieß auch <em>William</em> und er schrieb auch ein Stück, das hieß &#8220;Der Widerspenstigen Zähmung&#8221;. Und wie hieß die Widerspenstige? <em>Kate</em>. Wie die Braut. Später wurde daraus das Musical &#8220;Kiss me, Kate&#8221;. Wer hier keinen Zusammenhang sieht &#8230;</p>
<p>Aber es geht weiter: Ist schon jemand aufgefallen, daß es schon mal ein prominentes Ehepaar namens William und Kate gab? Und wer lebte da noch im Haushalt? Na???</p>
<p><span id="more-3573"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3574" title="1242559271_alf-po3" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2011/04/1242559271_alf-po3.jpg" alt="" width="268" height="400" /></p>
<p>Dennoch, bevor es untergeht: SvB-Blog gratuliert dem Brautpaar! Tut mir leid, daß ich keine Zeit hatte, dabei zu sein. Andermal gerne <img src='http://www.svb.bayern.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eis&#8217;n&#039;Bahn</title>
		<link>http://www.svb.bayern.net/2010/12/23/eisnbahn/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 22:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Spass]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Wintereinbruch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist langweilig, auf der Bahn rumzuhacken. Das überlassen wir ihnen lieber selbst. Auf ihrer eigenen Website steht so einiges, was kaum zu fassen ist: Die Bahn rechnet am Sonntagnachmittag mit Kapazitätsengpässen aufgrund von Flugausfällen und eingeschränkter Fahrzeugverfügbarkeit Aufgrund des starken Reisendenandrangs durch ausfallende Flugverkehre ist am Sonntagnachmittag mit teilweise erheblichen Kapazitätsengpässen auf wichtigen Fernverkehrsstrecken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-3075 aligncenter" title="Bild 5" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/12/Bild-5.png" alt="" width="790" height="468" /></p>
<p>Es ist langweilig, auf der Bahn rumzuhacken. Das überlassen wir ihnen lieber selbst. Auf <a href="http://www.bahn.de/p/view/home/info/wintereinbruch.shtml" target="_blank">ihrer eigenen Website steht so einiges</a>, was kaum zu fassen ist:<span id="more-3074"></span></p>
<blockquote>
<h3>Die Bahn rechnet am Sonntagnachmittag mit Kapazitätsengpässen aufgrund von Flugausfällen und eingeschränkter Fahrzeugverfügbarkeit</h3>
<p>Aufgrund des starken Reisendenandrangs durch ausfallende Flugverkehre ist am Sonntagnachmittag mit teilweise erheblichen Kapazitätsengpässen auf wichtigen Fernverkehrsstrecken der Deutschen Bahn zu rechnen. Zum ohnehin hohen Fahrgastaufkommen am Sonntag kommen witterungsbedingte Fahrzeugengpässe durch Schnee und Eis. Die Bahn setzt zurzeit alle verfügbaren Mitarbeiter und Züge ein, um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten. Trotzdem muss auf einigen Strecken, usw. usf.</p>
<p>(&#8230;)</p>
<p>Daher kommt es weiterhin zu teilweise erheblichen Verspätungen und einigen Ausfällen.</p></blockquote>
<p>Verkehre? Es gibt Worte, von denen gibt es keinen Plural. <em>Milch</em>. <em>Gesundheit</em>. <em>Verkehr</em>. Eben! Daß die <em>Verspätung</em> einen Plural hat, danken wir auch erst der Bahn. &#8220;Verspätungen&#8221;, das sind doch immer Züge, oder? Mit dem Auto verspätet man sich höchstens individuell.</p>
<p>Nachgerade gruselig ist der Umstand, daß die Seite nicht datiert ist. Lohnt sich nicht. Irgendwie stimmt das ja immer, also daß es zu Verspätungen kommt. Die Gründe werden vielleicht aus einer Datenbanktabelle geholt. Obwohl, die URL spricht dagegen: www.bahn.de/p/view/home/info/wintereinbruch.shtml &#8211; Winter-<em>Einbruch</em>? Eintreffende Schneeflocken sind einzeln anzukündigen und separat transportzuversichern (auch so ein Bahnwort)? Na gut, alle reden vom Wetter, wir nicht &#8211; das war der Claim der Bahn, lange bevor so etwas Claim hieß bei uns. Heute redet man also von eingeschränkter Fahrzeugverfügbarkeit, wohl um das Wort &#8220;marode Flotte&#8221; zu vermeiden.</p>
<p>Die Amerikaner haben ja oft eine schlechte Presse hierzulande, aber hier können wir uns eine Scheibe von ihnen abschneiden:</p>
<p><center><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/MlA2INOpT78" frameborder="0" align=center></iframe></center></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer steckt hinter dem World Wide Web?</title>
		<link>http://www.svb.bayern.net/2010/12/17/wer-steckt-hinter-dem-world-wide-web/</link>
		<comments>http://www.svb.bayern.net/2010/12/17/wer-steckt-hinter-dem-world-wide-web/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 22:10:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Spass]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnis]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[WWW]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikileaks Wikileaks Wikileaks. Man kann es kaum noch hören, und doch kommt immer noch beinahe täglich eine neue Meldung hinzu, die alles bisher Gehörte entweder in den Schatten stellt oder zumindest stark relativiert. Und jedes mal löschen sicher einige Blogger ihren halb angefangenen Artikel und schreiben einen neuen. Der auch nicht fertig werden wird. Einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-3057" title="Googletreffer" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/12/Bild-3.png" alt="" width="586" height="208" /></p>
<p>Wikileaks Wikileaks Wikileaks. Man kann es kaum noch hören, und doch kommt immer noch beinahe täglich eine neue Meldung hinzu, die alles bisher Gehörte entweder in den Schatten stellt oder zumindest stark relativiert. <span id="more-3048"></span>Und jedes mal löschen sicher einige Blogger ihren halb angefangenen Artikel und schreiben einen neuen. Der auch nicht fertig werden wird. Einige Blogger? Na, zumindest ich.</p>
<p>Und daher lese ich weiter alles, was was ich zu dem Thema im Netz finde. Google entlarvt dabei ganz nebenbei den deutschen Qualitätsjournalismus (siehe Screenshot).</p>
<p>Oder ich  <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,734716,00.html" target="_blank">lese im Spiegel</a>, was die U.S. Air Force tut &#8211; sie zensiert. Nicht bar jeder Tradition, übrigens. Nicht sonderlich logisch natürlich &#8211; aber da gibt es mehr Institutionen, die unlogisch handeln. Steht auch in diesem Artikel:</p>
<blockquote><p>Das Weiße Haus hatte schon vor knapp zwei Wochen einen grundsätzlichen Appell veröffentlicht und darin noch einmal formal darauf hingewiesen, dass alle Bundesbeschäftigten ohne entsprechende Sicherheitseinstufung Dokumente, die als geheim eingestuft seien, nicht lesen dürften. Auch nicht von zuhause auf privaten Computern.</p></blockquote>
<p>Das heißt, alle Welt soll es wissen dürfen, nur nicht amerikanische  Bundesbeschäftigte? Nun ja, geht mich nichts an. Anderes Land. Aber ein Highlight hatte der Artikel noch für mich. Kollateral, wenn man es genau nimmt. Manches Mal finden Informationen verschlungene Wege. Die Information, um die es hier geht, tarnte sich als Anzeige. Und man konnte nicht weniger erfahren als endlich, wer das World Wide Web betreibt und wieso es bis jetzt so erstaunlich billig war. Aber  sehen Sie selbst:</p>
<p align=center><img class="aligncenter size-full wp-image-3049" title="Bild 1" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/12/Bild-1.png" alt="" width="304" height="250" /></p>
<p class="finish">Gegen Größenwahn hilft Pfefferminztee</p>
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		<title>Leuchtende Beispiele</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 18:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Glühbirnen]]></category>
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		<description><![CDATA[Müll muß getrennt werden, klare Sache. Auch in Afghanistan von unseren heldenhaften Soldaten im Einsatz &#8211; klar, die haben ja nichts besseres zu tun. Gurken müssen begradigt und Bananen gekrümmt werden. Rauchen gefährdet die Gesundheit, Nichtrauchen nur die aluminumerzeugende Industrie. Trotzdem muß Rauchen verboten werden, scheibchenweise, immer mehr. Noch mehr Beispiele für Regelungswut? Glühbirnen sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/11/Bild-1.png"><img class="size-full wp-image-3010 alignleft" title="Bild 1" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/11/Bild-1.png" alt="" width="228" height="261" /></a>Müll muß getrennt werden, klare Sache. Auch in <a href="http://www.welt.de/welt_print/article1597105/Muelltrennung_in_Afghanistan.html" target="_blank">Afghanistan von unseren heldenhaften Soldaten</a> im Einsatz &#8211; klar, die haben ja nichts besseres zu tun. Gurken müssen begradigt und Bananen gekrümmt werden. Rauchen gefährdet die Gesundheit, Nichtrauchen nur die aluminumerzeugende Industrie. Trotzdem muß Rauchen verboten werden, scheibchenweise, immer mehr. Noch mehr Beispiele für Regelungswut? Glühbirnen sind böse. Mußten auch verboten werden, zunächst nur die hellen.</p>
<p>Kann man ja problemlos durch Energiesparlampen ersetzen. Man hätte auch den Strom teurer machen können, bis die Leute freiwillig Energiesparlampen kaufen, aber nicht für Stellen, wo sie immer nur ganz kurz Licht brauchen und dann nicht mehr. Im Dachboden zum Beispiel. Aber verbieten ist einfacher. Ach, manche Glühlampen vermisse ich doch sehr.</p>
<p>Anderes Thema: Kleinstheizungen sind nicht verboten. <span id="more-3007"></span>Es gibt sie zu kaufen unter dem Produktnamen &#8220;Heatballs&#8221;. Kleine Heizbällchen, die der pfiffige Siegfried Rotthäuser aus China nach Deutschland importiert. Sie brauchen 100 Watt und passen genau in die Fassungen der alten Glühbirnen. Als Kleinstheizung sind sie äußerst energieeffizient, sie haben einen Wirkungsgrad von 95%.</p>
<p>Nur Kleingeister sagen, das seien doch Glühbirnen. Nein, das kann nicht sein, dann wären sie ja verboten. So steht es auf dem <a href="http://heatball.de/verwendung.php" target="_blank">Webserver des Anbieters</a>:</p>
<blockquote><p>Echte Heatballs sind zum Heizen und damit keine Lampe, das erkennen Sie am Glasaufdruck. Vorsicht! Heatballs haben im Betrieb und kurz nach dem Ausschalten eine heiße Oberfläche. Für Heatballs gelten die gleichen Sicherheithinweise wie für Glühbirnen.</p></blockquote>
<p>Eben. Die gleichen Sicherheitshinweise machen noch nicht dieselbe Sache. Gut, Licht kann man schon wahrnehmen, der Importeur sagt selbst</p>
<blockquote><p>Die Leuchtwirkung während des Heizvorgangs ist produktions­technisch bedingt. Sie ist völlig unbedenklich und stellt keinen Reklamationsgrund dar.</p></blockquote>
<p>Merkwürdig, daß der Zoll nun 40.000 Heatballs festhält. Ja, wenn es Glühbirnen wären, aber es sind ja Heizungen. Und daher werden sie auch nur festgehalten, nicht beschlagnahmt. Irgendwelche Bürokraten kauen grade ganz verzweifelt an ihren bleifreien Bleistiften und denken, wie man diese Lieferung behindern könnte.</p>
<p>30 ct. pro verkaufter Birne, oh, tschulliung, Heatball! &#8230; geht übrigens an den Regenwald. Das ist gut, da sogenannte Gutmenschen bei der Aktion sonst leicht frösteln könnten, und es verhilft zu größerer Unterstützung. Das ist Kunst. Ach ja, das ist es übrigens wirklich. Sicherheitsheitshalber, falls irgendwelche humorbefreiten Schreibtischtäter nicht zu erkennen vermögen, welch wahrhaftige Schönheit in der definitorischen Schaffung solch einer Kleinstheizung steckt, deklariert Rotthäuser das ganze als Kunstaktion. Oder besser als Aktionskunst zum Thema Widerstand:</p>
<blockquote><p>Ein Heatball ist ein elektrischer Widerstand, der zum Heizen gedacht ist. Heatball ist Aktionskunst! Heatball ist Widerstand gegen Verordnungen, die jenseits aller demokratischen und parlamentarischen Abläufe in Kraft treten und Bürger entmündigen. Heatball ist auch ein Widerstand gegen die Unverhältnismäßigkeit von Maßnahmen zum Schutze unserer Umwelt. Wie kann man nur ernsthaft glauben, dass wir durch den Einsatz von Energiesparlampen das Weltklima retten und gleichzeitig zulassen, dass die Regenwälder über Jahrzehnte vergeblich auf ihren Schutz warten.</p></blockquote>
<p class="finish">Gut gebrüllt, Löwe! Gefällt mir sehr.</p>
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		<title>Wir sind Spanner!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 15:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Spass]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Pressemitteilung habe ich heute gelesen: Das Filmen von Tieren beim Sex verletze deren Privatsphäre. Wohlgemerkt, die Tiere sind unter sich, es geht nicht um sodomistische Pornographie. Vielmehr geht es um die Aussagen eines britischen Wissenschaftlers, Dr. Brett Mills. Veröffentlicht im April &#8230; aber nicht am ersten. Gut, nehmen wir es probehalber für bare Münze. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/04/pilze_gross.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2286" title="pilze_gross" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/04/pilze_gross-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" /></a>Eine <a href="http://www.pressetext.de/news/100430031/tiere-beim-sex-filmen-verletzt-die-privatsphaere/" target="_blank">Pressemitteilung</a> habe ich heute gelesen: Das Filmen von Tieren beim Sex verletze deren Privatsphäre. Wohlgemerkt, die Tiere sind unter sich, es geht nicht um sodomistische Pornographie. Vielmehr geht es um die <a href="https://www.uea.ac.uk/mac/comm/media/press/2010/april/homepagenews/Animals'+right+to+privacy+infringed+by+documentary+makers" target="_blank">Aussagen</a> eines britischen Wissenschaftlers, Dr. Brett Mills. Veröffentlicht im April &#8230; aber nicht am ersten. Gut, nehmen wir es probehalber für bare Münze.</p>
<p>Nach seinem Dafürhalten ist es zwar gut und wichtig, daß in Filmdokumentationen über Tiere berichtet wird und so die Arbeit der Tier- und Naturschützer erleichtert werde. Aber manche dieser Filme sind völlig indiskret und zeigen Tiere bei der Geburt, beim Sex und beim Sterben. Menschen wollten da im Zweifel auch nicht gefilmt werden.</p>
<p>Und ob es Tiere störe oder nicht, das wisse man nicht und daher könne man sie nicht einfach so filmen. Das macht mich nachdenklich und betroffen. <span id="more-2276"></span>Wir wissen ja schließlich auch nicht (bestenfalls), ob Tiere gegessen werden wollen, und essen sie doch. Und wenn wir keine Tiere mehr essen, sondern nur noch Pflanzen, dann wissen wir erst recht nicht, ob die damit einverstanden sind. Und wenn wir nur noch Früchte essen und nicht mehr die Pflanzen selbst, dann kann es doch durchaus sein, daß die Pflanzen sagen, wir fräßen ihre Kinder. Ohne zu fragen.</p>
<p>Die EU hat die Tragweite des Themas erkannt. Schon 2006 liest man, daß man sich in der <a href="http://www.europarl.europa.eu/document/activities/cont/200908/20090825ATT59758/20090825ATT59758DE.pdf" target="_blank">Komitologie des Europaparlaments</a> durchaus nicht nur anthropozentrisch um Menschen sorgt (vgl. Handbuch, Seite 27). Da steht beispielsweise, bisserl aus dem Zusammenhang gerissen:</p>
<blockquote><p>Auf das Regelungsverfahren sollte zurückgegriffen werden bei Maßnahmen von allgemeiner Tragweite, mit denen wesentliche Bestimmungen von Basisrechtsakten angewandt werden sollen, einschließlich Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit oder Sicherheit von Menschen, Tieren und Pflanzen, sowie bei Maßnahmen, mit denen bestimmte nicht wesentliche Bestimmungen eines Basisrechtsakts angepasst oder aktualisiert werden sollen.</p></blockquote>
<p>Basisrechte. Für Menschen, Tiere und Pflanzen. Ich finde das diskriminierend! Hier werden in eklatanter Weise die Basisrechte der Pilze ignoriert. Wobei man die ja ausschließlich beim Sex filmen kann, quasi, stellt doch der sichtbare Teil eines Pilzes nichts anderes als seinen Fortpflanzungsapparat dar. Den eigentlichen Pilz sehen wir ja so gut wie nie. Und diesen Fortpflanzungsapparat essen wir dann. Ohne den Pilz zu fragen.</p>
<p class="finish">Mmmmh.</p>
<p><em>Bildquelle</em>: Universität Wien, Botanik.</p>
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		<title>Das ist fair</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 17:02:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Meine Sammlung an lustigen Schildern konnte ich neulich erweitern. Ich finde das fair: Wenn ein fremdes Auto stört, läßt man es abschleppen. Der Abgeschleppte darf natürlich damit rechnen, seinen Schaden ersetzt zu bekommen. Wir sind ja anständig: Fundort: Nymphenburger Straße, München.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Sammlung an lustigen Schildern konnte ich neulich erweitern. Ich finde das fair: Wenn ein fremdes Auto stört, läßt man es abschleppen. Der Abgeschleppte darf natürlich damit rechnen, seinen Schaden ersetzt zu bekommen. Wir sind ja anständig:</p>
<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/04/Foto.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2270" title="Foto" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/04/Foto-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Fundort: Nymphenburger Straße, München.</p>
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		<title>Gallina caeca</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 21:02:21 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Antidiskriminierungsgesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[sehbehindert]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder kann man es hören: Ein blindes Huhn findet auch einmal ein Korn. Was für eine Gedankenlosigkeit, was für eine rohe Sprache. Auch wenn sich der eine oder andere darauf berufen will, daß es sich um ein altes Sprichwort handele, so ist das doch eine lahme Entschuldigung. Es beginnt natürlich mit der Bezeichnung &#8220;blind&#8221;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/03/Braekel.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2211" title="Braekel" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/03/Braekel-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Immer wieder kann man es hören: <em><strong>Ein blindes Huhn findet auch einmal ein Korn.</strong></em> Was für eine Gedankenlosigkeit, was für eine rohe Sprache. Auch wenn sich der eine oder andere darauf berufen will, daß es sich um ein altes Sprichwort handele, so ist das doch eine lahme Entschuldigung.</p>
<p>Es beginnt natürlich mit der Bezeichnung &#8220;blind&#8221;. Sagt man nicht mehr. Zumindest bei den <a href="http://olympia.ard.de/paralympics/team/athlete2314.html" target="_blank">Sport­nach­richten</a>. <span id="more-2205"></span>Da gewinnt eine blinde Münchenerin in Vancouver bei den Paralympics ihre x-te Gold­medaille. Auf Skiern: Biathlon und Langlauf sind die Spezialität der Sportlerin. Die, wie erwähnt, blind ist, was meinen Respekt noch steigert. Doch &#8220;blind&#8221; sagt man nicht. Das heißt jetzt &#8220;seh­behindert&#8221;, zumindest in Offiziell­sprech. Und schon läßt der Respekt nach, &#8220;seh­behindert&#8221; bin ich auch, immer­hin bin ich kurz­sichtig und darf ohne Brille nicht auto­fahren. Und ja, Verena Bentele ist <em>blind,</em> das ist es ja gerade, und sie läßt sich davon nicht behindern. Und ich kommentiere jetzt mal nicht, wie ich es finde, daß jemand, der nicht sehen kann, un­be­dingt mit einem Gewehr hantieren muss. Wobei ich das auch bei den Sehenden über­flüssig finde, Lang­lauf alleine reicht doch.</p>
<p><em><strong>Ein sehbehindertes Huhn findet auch einmal ein Korn.</strong></em></p>
<p>Immer noch ziemlich diskriminierend. Inzwischen sind es nicht mehr nur latz­hosen­tragende Gleich­be­rech­ti­gungs­vor­kämpfer. Jeder Arbeit­geber weiß: Man scheue geschlechts­spezi­fische Aus­drücke wie die Pest, dem <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/agg/" target="_blank">AGG</a> sei Dank. Wofür gibt es das fürchterliche Binnen-I oder den alles­lösenden Schräg­strich? Aber &#8220;Hu/ahn&#8221; &#8211; das ist schon sehr gewagt. Nur, was spräche denn gegen:</p>
<p><strong><em>Ein sehbehindertes Huhn (m/w) findet auch einmal ein Korn.</em></strong></p>
<p>Merken Sie was? Soziale Kälte. Da ist das arme Huhn seh­behindert, aber die Gesell­schaft zwingt das Huhn, seine Grund­bedürfnisse trotz der erhöhten Schwierig­keiten selbst zu befriedigen. Für alles ist Geld da, aber seit die FDP am Ruder ist, führt eine Be­hin­derung in die Armuts­falle. Setzen wir sprach­lich ein Zeichen.</p>
<p><strong><em>Jedes sehbehinderte Huhn (m/w) hat in der Solidargesellschaft das Recht auf ausreichend Korn</em></strong></p>
<p>So ist gleichzeitig auch neutralisiert, daß vorhin die Rede davon war, daß das blinde Huhn <strong><em>einmal</em></strong> ein Korn findet. Das ist ja schon der nächste Reibungs­punkt. Woher wissen wir denn, wie oft dieses Huhn Körner findet? Das wissen wir doch nur, weil wir Daten erheben, die uns im Grunde nichts angehen. Das zeigt doch, wie dieser Staat, wie diese Gesell­schaft inzwischen mit den Schwächsten umgeht.</p>
<p>Ganz zu schweigen von der ge­danken­losen Gleich­macherei bei der Ernährung: Hühner mögen vielleicht gar keine Körner? <a href="http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?threadid=3661" target="_blank">Hühner mögen</a> Würmer und Käfer, Obst und Nudeln.</p>
<p><strong><em>Jedes sehbehinderte Huhn (m/w) hat in der Solidargesellschaft das Recht auf ausgewogene, schmackhafte Ernährung in ausreichender Menge.</em></strong></p>
<p class="finish">Na also. Geht doch.</p>
<p><em>Bildquelle: Wikipedia, Photograph: Stijn Ghesquiere, 2004</em></p>
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