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	<title>SvB-Blog &#187; Moral</title>
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	<description>Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)</description>
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		<title>Kasperltheater</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 14:47:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das heutige Thema ist keine Anspielung auf unsere Politiker. Ausnahmsweise richtet sich der Blick schreckgeweitet ins Ausland, genauer gesagt nach Großbritannien, noch genauer nach Portsmouth. Dem immer wieder lesenswerten Blog von Aranita (Verbotswahn.de) entnehme ich folgende unglaubliche Geschichte: In Deutschland sind es Kasperl und Gretel, in England Punch und Judy, die in Kasperletheatern die Kinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/08/Pocci_Ritter_Lustige_Gesellschaft.jpg"><img class="size-medium wp-image-2666 alignright" title="Pocci_Ritter,_Lustige_Gesellschaft" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/08/Pocci_Ritter_Lustige_Gesellschaft-300x207.jpg" alt="" width="240" height="166" /></a>Das heutige Thema ist keine Anspielung auf unsere Politiker. Ausnahmsweise richtet sich der Blick schreckgeweitet ins Ausland, genauer gesagt nach Großbritannien, noch genauer nach Portsmouth. Dem immer wieder lesenswerten Blog von Aranita (<a href="http://www.verbotswahn.de/wp/2010/07/politisch-korrektes-kasperltheater/" target="_blank">Verbotswahn.de</a>) entnehme ich folgende unglaubliche Geschichte:<span id="more-2665"></span></p>
<blockquote><p>In Deutschland sind es Kasperl und Gretel, in England Punch und Judy, die in Kasperletheatern die Kinder erheitern. Während in Deutschland Kasperl meistens das Krokodil verhaut, geht in England Punch (übersetzt »Schlag«) mit seinem Stock, der traditionell so groß ist wie er selbst, auf Judy und andere Charaktere los.</p>
<p>Bereits im Jahre 1999 haben die Behörden darüber nachgedacht, diese »Verherrlichung der häuslichen Gewalt« der heutigen Zeit anzupassen – passiert ist damals allerdings noch nichts. Jetzt scheinen die Engländer reif zu sein, dass eine 300 Jahre alte Tradition abgeschafft wird. Die Behörden der Touristen- und Hafenstadt Portsmouth haben nun den Betreiber eines Kasperltheaters aufgefordert, sein Programm zu ändern. Man könne Kindern diese »Gewalt« nicht zumuten.</p></blockquote>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Graf_von_Pocci" target="_blank">Graf Pocci</a>, der Vater des legendären Kasperl Larifari, würde sich im Grab rumdrehen. Der Kasperl haut bei uns die Gretel nicht, nur den Räuber oder das Krokodil, aber als gewaltlos würde ich auch unseren Kasperl nicht beschreiben. Man kann ihm durchaus vorwerfen, daß er mit seiner Pritschn schnell bei der Hand ist und nicht einmal ansatzweise bewährte Konfliktvermeidungsstrategien oder Mediation versucht. Aber, Hand auf&#8217;s Herz, wer sollte denn da noch in ein Kasperltheater gehen, wenn man dort ein vergnügliches Stück namens &#8220;Resozialisierung und gewaltlose Schlichtung am Beispiel des im Prekariat aufgewachsenen und sozial benachteiligten H.&#8221; sehen kann, nach Absetzung der Originalversion von &#8220;Kasperl Larifari und der Räuber Hotzenplotz&#8221;.</p>
<p>Es ist einem Außenstehenden vielleicht auch nicht zu vermitteln, wieso es komisch sein soll, wenn der Kasperl die Gretel haut, aber ein Außenstehender sollte sich einer ihm fremden Kultur ja auch eher vorsichtig und behutsam nähern. Die Kasperltheater-Zielgruppe, die Kinder nämlich, sind sehr vergnügt im Kasperltheater, brüllen sich die Seele aus dem Leib (Seid Ihr alle da? JAAAA!) und streiten meßbar <em>weniger</em> nach dem Theaterbesuch.</p>
<p>Also, hinfort Ihr blutleeren Kreaturen, Ihr Pharisäer und gelangweilten Hyperpädagogen, Finger weg vom Kasperl, zurück in Eure Bibliotheken und Elfenbeintürme und die Tempel der politschen Korrektheit. Sonst möge Euch das Krokodil fressen und wenn der Kaperl mit der Pritschn ausholt um Euch zu retten soll sich das Krokodil bitte</p>
<p class="finish">auf das Tierschutzgesetz berufen.</p>
<p><em>Bildquelle: Lustige Gesellschaft von Franz Grf. v. Pocci</em></p>
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		<title>Die vier größten Feinde der Deutschen Bahn</title>
		<link>http://www.svb.bayern.net/2010/07/16/die-vier-grosten-feinde-der-deutschen-bahn/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 09:45:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das neueste Produkt der Bahn kommt bei den Bürgern nicht wirklich an, insbesondere, weil man es nicht abstellen kann. In 10 Prozent aller Züge wurde neulich kostenlos die Sauna mitgeliefert. Nun ist Sauna nicht jedermanns Sache, aber eine Sauna funktioniert in jedem Fall nur, wenn man selber jederzeit rauskann und dann in herrlich kaltes Wasser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/07/DBhot.png"><img class="size-full wp-image-2569 alignleft" title="DBhot" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/07/DBhot.png" alt="" width="300" height="215" /></a>Das neueste Produkt der Bahn kommt bei den Bürgern nicht wirklich an, insbesondere, weil man es nicht abstellen kann. In 10 Prozent aller Züge wurde neulich kostenlos die Sauna mitgeliefert.</p>
<p>Nun ist Sauna nicht jedermanns Sache, aber eine Sauna funktioniert in jedem Fall nur, wenn man selber jederzeit rauskann und dann in herrlich kaltes Wasser springt. Hier versagte das Bahnprodukt. Obwohl der Zug stand, konnte man die Türen der unfreiwiligen Sauna nicht öffnen. Und so kollabierten ein paar Schüler bei 50 Grad und hermetisch verschlossenen Fenstern.</p>
<p>Nun, verschlossen heißt nicht, daß man es nicht aufmachen kann.<span id="more-2564"></span> Dazu hängt an diversen Stellen ein &#8220;Nothammer&#8221;, ein kleines spitzes rotes Ding. Seit ich die kenne, das heißt, seit ich ein kleiner Bub war, juckt es mich in den Fingern, die mal zu benutzen. Leider oder gottseidank kam es nie dazu. Nun also im ICE, Modell &#8220;Bratröhre&#8221;, war es soweit. Eine Frau, die angesichts der Atemnot ihres kleinen Kindes endgültig beschlossen hatte, daß etwas geschehen müsse, testete den Nothammer. Dabei stelle sich heraus, daß man damit die Scheibe zwar beschädigen kann, aber nicht einschlagen. Nicht einmal frische Luft sollte durch die Mikrorisse strömen &#8211; da möchte ich nicht erleben, daß so ein Wagen mal Feuer fängt.</p>
<p>Und jetzt die offiziellen Reaktionen der Bahn. Es sei heißer als 32 Grad, und dafür sei die Klimaanlage nicht ausgelegt. Man traut seinen Ohren nicht. Ja, selten ist es bei uns heißer als 32 Grad. Was aber folgt daraus? Daß man keine Klimaanlage braucht, wenn es heißer wird? Sicher nicht &#8211; höchstens, daß die Betriebserlaubnis des Zugs erlischt. Dann darf die Bahn halt nicht mehr fahren, wenn es heißer ist. Selten habe ich ein so dämliches und zynisches Argument gehört.</p>
<p>Aber das war nicht das einzige, was schlimm war. Der Zug stand ja &#8211; nur die Türen wurden nicht freigegeben. Hinter dieser Formulierung steckt alles, was man zur Empörung braucht: Man kann also die Türen nicht mehr aufmachen, wenn nicht ein Mensch dieses Privileg erteilt. Das selbe Bild wie beim Fenster &#8211; kein Notausstieg mehr, nur noch ein verschlossenes Behältnis zum erwerbsmäßigen Transport von Kunden.</p>
<p>Immerhin 10 Prozent aller ICE waren betroffen und viele Menschen hatten das Gefühl, verdursten zu müssen. Was ja schon wieder zeigt, wie schön das Bahnreisen geworden ist: Es waren nicht genug Getränke an Bord genommen worden. Das heißt, es gab nichts mehr. Früher hätte man am Bahnhof bei einem Zwischenstopp einfach was kaltes gekauft, oder, noch besser, ans Fenster gebracht bekommen. Aber das geht aus zwei Gründen nicht: Verkauf an Reisende ist ein Monopol und hat es nicht mehr nötig, mit Serviceideen um Kunden zu werben und durchs Fenster geht nicht &#8211; aber das hatten wir schon, da hilft ja nicht mal der Nothammer, wie soll man da kaltes Wasser oder Cola durch die Scheibe kriegen.</p>
<p>Natürlich hat sich die Bahn zu einer wachsweichen Entschuldigung bequemt. Wer die Sauna überlebt hat, bekommt den halben Reisepreis zurück, natürlich nicht in bar und nur bei gleichzeitigem Verzicht auf weitergehende Forderungen. Ich könnte mir vorstellen, daß ich den Schadensersatz höher sähe und angesichts einer im Raum stehenden Körperverletzung (Fahrlässig? Grob fahrlässig? Vorsätzlich(!)?)  ließe ich mich nicht mit einem Reisegutschein abspeisen. Vielleicht hätte ich ja keine Lust mehr auf Bahnreisen? Besserung ist nicht in Sicht, wie man der Emailadresse entnehmen kann. Die Bahn kann nichts dafür und daher soll man seine Regressforderungen richten an: hitzewelle@deutschebahn.com.</p>
<p>Man ist sprachlos angesichts dieses Zynismus. Die Bahn fühlt sich völlig unschuldig &#8211; verantwortlich ist die böse globale Erwärmung, die ja von der Bahn bekämpft wird. Alles in Butter. Im Winter fielen übrigens auch viele Züge aus und Türen klemmten, Reisende waren eingeschlossen und sind mangels funktionierender Heizung beinahe erfroren, daran erinnert sich nur niemand mehr. Der Grund damals: Die Kälte. Und daher wissen wir, woher das alte Sprichwort kommt: Was sind die vier größten Feinde der Deutschen Bahn?</p>
<p class="finish">Frühling, Sommer, Herbst und Winter.</p>
<p><em>Bildquelle: &#8220;DB-Logo in Wüstenoptik&#8221;, Autor: SvB. Mit dem hübschen Mac-Programm Image Tricks von der Firma BeLight Software selbst erstellt. Zur freien Verwendung, Quellenangabe wäre nett, aber nicht Bedingung.</em></p>
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		<title>Ich bin jünger als Hitler</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 16:02:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es gibt nichts, was einem so viel mediale Aufmerksamkeit schenkt wie ein NS-Vergleich. Das wird manchmal von Politikern genutzt, dann hat es ein G&#8217;schmäckle, aber manchmal &#8220;passiert&#8221; es auch Normalos. Wie zum Beispiel Katharina Müller-Hohenstein, die vom &#8220;Inneren Reichsparteitag&#8221; geredet hatte. Irgendwie ist ja doch den meisten klar, dass es sich dabei um einen ironischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/07/415px-Dr_Diether_Dehm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2495" title="415px-Dr_Diether_Dehm" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/07/415px-Dr_Diether_Dehm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt nichts, was einem so viel mediale Aufmerksamkeit schenkt wie ein NS-Vergleich. Das wird manchmal von Politikern genutzt, dann hat es ein G&#8217;schmäckle, aber manchmal &#8220;passiert&#8221; es auch Normalos. Wie zum Beispiel Katharina Müller-Hohenstein, die vom &#8220;Inneren Reichsparteitag&#8221; geredet hatte.</p>
<p>Irgendwie ist ja doch den meisten klar, dass es sich dabei um einen ironischen Ausdruck handelt. Einen, den man im Dritten Reich nur unter guten Freunden verwendet hätte und da auch nur geflüstert. Dennoch war sich die veröffentlichte Meinung einig: Das war eine Entgleisung. Der Logiker reibt sich verwundert die Augen, der Historiker sperrt Mund und Nase auf und jeder Ausländer schüttelt mit dem Kopf.</p>
<p><span id="more-2494"></span>Nun also Dieter Dehm: Er sagt, die Wahl zwischen Gauck und Wulff sei für ihn wie die Wahl zwischen Hitler und Stalin. Er ist <em>kein</em> Politiker, aber er nimmt für die LINKE an der Bundesversammlung teil. Daß die LINKE Gauck nicht mag, haben wir zur Kenntnis genommen, Gauck mag die LINKE ja auch nicht und hält sie für nicht regierungsfähig. Deshalb wollten wir ja Gauck, eben weil er nicht weichgespült war, sondern konsequent und sich bei den LINKEN nicht angebiedert hat, auf die Gefahr hin, daß die LINKE dem CDU-Kandidaten Wulff zum Bundespräsidentenamt verhilft. Aber das ist ein anderes Thema.</p>
<blockquote><p>Was würden Sie tun, wenn Sie die Wahl hätten zwischen Hitler und Stalin?</p></blockquote>
<p>Das hat er gesagt. Dehm will Gauck nicht und Wulff nicht und Hitler nicht und Stalin nicht. Es war nicht die Wahl zwischen Hitler und Gauck oder zwischen Stalin und Wulff, bei der sich Dehm nicht entscheiden konnte. Da wäre die hyperventilistische Empörung nachvollziehbar und angebracht gewesen. Von &#8220;unsäglichen Entgleisungen&#8221; wurde schwadroniert. Und daß Dehm etwas zurücknehmen solle &#8211; was genau, wurde nicht gesagt, aber er hat &#8220;es&#8221; <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5j_C1kTRAvVwfKrzRV_V5M-Ut37VA" target="_blank">inzwischen</a> zurückgenommen. Was ihm nichts nützt, Dehm-Bashing ist weiterhin das Gebot der <em>political correctness</em>.</p>
<p>Man ist erinnert an Skandälchen der Vergangenheit. Herta Däubler-Gmelin (SPD), damals Bundesjustizministerin und sicher keines meiner Idole, sagt im September 2002 &#8221;</p>
<blockquote><p>Bush will von seinen innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken. Das ist eine beliebte Methode. Das hat auch Hitler schon gemacht.</p></blockquote>
<p>Nun ja. Wenn die Aussage A wahr ist und die Aussage B ebenfalls, dann ist auch A <em>und </em>B richtig. Ein wahrer Satz. Bush macht also was, was Hitler auch gemacht hat. Frühstücken, Schlafen, mit dem Hund rausgehen und von innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken. Sollen wir jetzt alle nicht mehr Frühstücken, Schlafen und mit dem Hund rausgehen? Innenpoltische Schwierigkeiten haben ja die wenigsten Menschen auf der Erde.</p>
<p>Willy Brandt hatte sich 1985 über Heiner Geißler geärgert. Er wollte sagen, Heiner Geißler sei der größte Volksverhetzer aller Zeiten. Dann fiel ihm wohl auf, daß das angesichts des viel größeren Volksverhetzers Goebbels so wohl nicht gesagt werden sollte, und er sagte:</p>
<blockquote><p>Heiner Geißler ist der größte Volksverhetzer seit Goebbels</p></blockquote>
<p>Skandal! Ja, hätte er besser &#8220;Goebbels&#8221; weglassen und doch &#8220;aller Zeiten&#8221; sagen sollen?</p>
<p>Selbst der blöde Ausspruch von Oskar Lafontaine, den dieser 1982 seinem damaligen Partei-&#8221;Freund&#8221; netterweise in aller Öffentlichkeit und voller Profilierungssucht entgegenschleuderte:</p>
<blockquote><p>Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. Das sind Sekundärtugenden. Ganz präzis gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben.</p></blockquote>
<p>Selbst dieser Ausspruch ist wahr. Skandalös? Kaum &#8211; eher unsachlich, völlig am Kern der Sache vorbei, rhetorischer Mikrophontest, was auch immer. Aber kein Skandal, nur weil ein Name und der Begriff KZ gemeinsam in einem Absatz stehen.</p>
<p>Ich denke, ich werde nun hingehen und eine Entschuldigung vom Autor dieses Blogs fordern. Er hat mich im Titel des Beitrags mit Hitler verglichen. Der Satz ist wahr, aber so ein ein Vergleich!?!?</p>
<p class="finish">Geht gar nicht.</p>
<p><em>Bildquelle: </em><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Dr_Diether_Dehm.jpg&amp;filetimestamp=20081125184941" target="_blank"><em>Tim Schaarschmidt</em></a></p>
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		<title>Respekt, Herr Köhler</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 21:35:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im 15.  Jahrhundert schwor man in Aragon dem König diesen Treueeid: &#8220;Wir, die so gut sind wie Ihr, schwören Euch, der nicht besser ist als wir, Euch als König und obersten Herrn anzunehmen, solange Ihr unsere Freiheiten und Gesetze achtet; wenn aber nicht, nicht.&#8221; Na toll. Mag der eine oder andere dabei ins Schwärmen kommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/02/209px-Horst_Kohler_Signature.svg_.png"><img class="size-full wp-image-2121 alignright" title="209px-Horst_Kohler_Signature.svg" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/02/209px-Horst_Kohler_Signature.svg_.png" alt="" width="209" height="44" /></a>Im 15.  Jahrhundert schwor man in Aragon dem König diesen Treueeid:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Wir, die so gut sind wie Ihr, schwören Euch, der nicht besser ist als wir, Euch als König und obersten Herrn anzunehmen, solange Ihr unsere Freiheiten und Gesetze achtet; wenn aber nicht, nicht.&#8221;</p>
<p>Na toll. Mag der eine oder andere dabei ins Schwärmen kommen und von dem Stolz der Granden fabulieren. Ich aber habe einfach das Gefühl, daß sich hier jemand zu wichtig genommen hat. Vielleicht bin ich aber auch zu hart. Dennoch: Ich würde unbedingte Treue verlangen. Dafür bekämen meine Bürger meine unbedingte und selbstlose Loyalität. Da dies in unserer Gesellschaft nicht möglich ist und ich derzeit nicht willens bin, meine Meinung zu ändern, stehe ich als Monarch nicht zur Verfügung.</p>
<p><span id="more-2392"></span>Wir leben in einer anderen Gesellschaft. Bei uns stünde ich nicht mal als Bundespräsident zur Verfügung. Leider gilt das auch für den Mann, der dieses wichtige Amt bis vor kurzem innehatte. Erschüttert war ich von Horst Köhlers Begründung für seinen Rücktritt. Nicht ein Interview, das vielfach mißverstanden werden konnte. Das wäre ja auch kein Grund gewesen. Wer mißversteht, hat es vielleicht nur am Willen mangeln lassen, richtig zu verstehen.</p>
<p>Herr Köhler sagte, es sei das Amt, das durch die völlig überzogene Kritik an seinem Interview beschädigt würde. Hier bin ich anderer Meinung: Das Amt wurde bereits vorher beschädigt. Herr Köhler konnte es nicht beschützen. Niemand kann das mehr. Der Umgang, den wir miteinander pflegen, ist schlimm genug. Es ist der Mangel an Respekt, der alles verschlimmert. Wer unter Demokratie die Möglichkeit versteht, daß jeder eine Chance hat, ins Fernsehen zu kommen, wenn er sich nur genügend erniedrigt, braucht hier nicht weiter zu lesen. Er wird nicht verstehen, daß eine Gesellschaft Symbole braucht, an denen sie sich aufrichten kann und will.</p>
<p>Und wenn diese Symbole auch noch kluge Menschen sind, die einem das Gefühl geben, dass wirklich jemand über unsere Demokratie wacht, jemand, der verhindert, daß unsere teilweise völlig aus dem Ruder gelaufenen Parteien sich den Staat unter den Nagel reißen und ihn dabei voll Gleichgültigkeit ausplündern, dann war dies eines der Dinge, die mich bis vor kurzem noch richtig beruhigt haben. Vorbei. Herr Köhler hat aufgegeben. Es gibt so Ereignisse, die man nie vergisst. Wo man immer weiß, was man gemacht hat, als man das gehört hat. 9/11. Der Tsunami. Der Tod von John Lennon. Der Fall der Berliner Mauer. Und eben der Rücktritt von Horst Köhler. Er hat, genauer gesagt, sein Amt <em>niedergelegt</em>.</p>
<p class="finish">Eine Niederlage, ganz klar.</p>
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		<title>Wir sind Spanner!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 15:38:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Pressemitteilung habe ich heute gelesen: Das Filmen von Tieren beim Sex verletze deren Privatsphäre. Wohlgemerkt, die Tiere sind unter sich, es geht nicht um sodomistische Pornographie. Vielmehr geht es um die Aussagen eines britischen Wissenschaftlers, Dr. Brett Mills. Veröffentlicht im April &#8230; aber nicht am ersten. Gut, nehmen wir es probehalber für bare Münze. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/04/pilze_gross.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2286" title="pilze_gross" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/04/pilze_gross-221x300.jpg" alt="" width="221" height="300" /></a>Eine <a href="http://www.pressetext.de/news/100430031/tiere-beim-sex-filmen-verletzt-die-privatsphaere/" target="_blank">Pressemitteilung</a> habe ich heute gelesen: Das Filmen von Tieren beim Sex verletze deren Privatsphäre. Wohlgemerkt, die Tiere sind unter sich, es geht nicht um sodomistische Pornographie. Vielmehr geht es um die <a href="https://www.uea.ac.uk/mac/comm/media/press/2010/april/homepagenews/Animals'+right+to+privacy+infringed+by+documentary+makers" target="_blank">Aussagen</a> eines britischen Wissenschaftlers, Dr. Brett Mills. Veröffentlicht im April &#8230; aber nicht am ersten. Gut, nehmen wir es probehalber für bare Münze.</p>
<p>Nach seinem Dafürhalten ist es zwar gut und wichtig, daß in Filmdokumentationen über Tiere berichtet wird und so die Arbeit der Tier- und Naturschützer erleichtert werde. Aber manche dieser Filme sind völlig indiskret und zeigen Tiere bei der Geburt, beim Sex und beim Sterben. Menschen wollten da im Zweifel auch nicht gefilmt werden.</p>
<p>Und ob es Tiere störe oder nicht, das wisse man nicht und daher könne man sie nicht einfach so filmen. Das macht mich nachdenklich und betroffen. <span id="more-2276"></span>Wir wissen ja schließlich auch nicht (bestenfalls), ob Tiere gegessen werden wollen, und essen sie doch. Und wenn wir keine Tiere mehr essen, sondern nur noch Pflanzen, dann wissen wir erst recht nicht, ob die damit einverstanden sind. Und wenn wir nur noch Früchte essen und nicht mehr die Pflanzen selbst, dann kann es doch durchaus sein, daß die Pflanzen sagen, wir fräßen ihre Kinder. Ohne zu fragen.</p>
<p>Die EU hat die Tragweite des Themas erkannt. Schon 2006 liest man, daß man sich in der <a href="http://www.europarl.europa.eu/document/activities/cont/200908/20090825ATT59758/20090825ATT59758DE.pdf" target="_blank">Komitologie des Europaparlaments</a> durchaus nicht nur anthropozentrisch um Menschen sorgt (vgl. Handbuch, Seite 27). Da steht beispielsweise, bisserl aus dem Zusammenhang gerissen:</p>
<blockquote><p>Auf das Regelungsverfahren sollte zurückgegriffen werden bei Maßnahmen von allgemeiner Tragweite, mit denen wesentliche Bestimmungen von Basisrechtsakten angewandt werden sollen, einschließlich Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit oder Sicherheit von Menschen, Tieren und Pflanzen, sowie bei Maßnahmen, mit denen bestimmte nicht wesentliche Bestimmungen eines Basisrechtsakts angepasst oder aktualisiert werden sollen.</p></blockquote>
<p>Basisrechte. Für Menschen, Tiere und Pflanzen. Ich finde das diskriminierend! Hier werden in eklatanter Weise die Basisrechte der Pilze ignoriert. Wobei man die ja ausschließlich beim Sex filmen kann, quasi, stellt doch der sichtbare Teil eines Pilzes nichts anderes als seinen Fortpflanzungsapparat dar. Den eigentlichen Pilz sehen wir ja so gut wie nie. Und diesen Fortpflanzungsapparat essen wir dann. Ohne den Pilz zu fragen.</p>
<p class="finish">Mmmmh.</p>
<p><em>Bildquelle</em>: Universität Wien, Botanik.</p>
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		<title>Gallina caeca</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 21:02:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Immer wieder kann man es hören: Ein blindes Huhn findet auch einmal ein Korn. Was für eine Gedankenlosigkeit, was für eine rohe Sprache. Auch wenn sich der eine oder andere darauf berufen will, daß es sich um ein altes Sprichwort handele, so ist das doch eine lahme Entschuldigung. Es beginnt natürlich mit der Bezeichnung &#8220;blind&#8221;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/03/Braekel.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2211" title="Braekel" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/03/Braekel-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Immer wieder kann man es hören: <em><strong>Ein blindes Huhn findet auch einmal ein Korn.</strong></em> Was für eine Gedankenlosigkeit, was für eine rohe Sprache. Auch wenn sich der eine oder andere darauf berufen will, daß es sich um ein altes Sprichwort handele, so ist das doch eine lahme Entschuldigung.</p>
<p>Es beginnt natürlich mit der Bezeichnung &#8220;blind&#8221;. Sagt man nicht mehr. Zumindest bei den <a href="http://olympia.ard.de/paralympics/team/athlete2314.html" target="_blank">Sport­nach­richten</a>. <span id="more-2205"></span>Da gewinnt eine blinde Münchenerin in Vancouver bei den Paralympics ihre x-te Gold­medaille. Auf Skiern: Biathlon und Langlauf sind die Spezialität der Sportlerin. Die, wie erwähnt, blind ist, was meinen Respekt noch steigert. Doch &#8220;blind&#8221; sagt man nicht. Das heißt jetzt &#8220;seh­behindert&#8221;, zumindest in Offiziell­sprech. Und schon läßt der Respekt nach, &#8220;seh­behindert&#8221; bin ich auch, immer­hin bin ich kurz­sichtig und darf ohne Brille nicht auto­fahren. Und ja, Verena Bentele ist <em>blind,</em> das ist es ja gerade, und sie läßt sich davon nicht behindern. Und ich kommentiere jetzt mal nicht, wie ich es finde, daß jemand, der nicht sehen kann, un­be­dingt mit einem Gewehr hantieren muss. Wobei ich das auch bei den Sehenden über­flüssig finde, Lang­lauf alleine reicht doch.</p>
<p><em><strong>Ein sehbehindertes Huhn findet auch einmal ein Korn.</strong></em></p>
<p>Immer noch ziemlich diskriminierend. Inzwischen sind es nicht mehr nur latz­hosen­tragende Gleich­be­rech­ti­gungs­vor­kämpfer. Jeder Arbeit­geber weiß: Man scheue geschlechts­spezi­fische Aus­drücke wie die Pest, dem <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/agg/" target="_blank">AGG</a> sei Dank. Wofür gibt es das fürchterliche Binnen-I oder den alles­lösenden Schräg­strich? Aber &#8220;Hu/ahn&#8221; &#8211; das ist schon sehr gewagt. Nur, was spräche denn gegen:</p>
<p><strong><em>Ein sehbehindertes Huhn (m/w) findet auch einmal ein Korn.</em></strong></p>
<p>Merken Sie was? Soziale Kälte. Da ist das arme Huhn seh­behindert, aber die Gesell­schaft zwingt das Huhn, seine Grund­bedürfnisse trotz der erhöhten Schwierig­keiten selbst zu befriedigen. Für alles ist Geld da, aber seit die FDP am Ruder ist, führt eine Be­hin­derung in die Armuts­falle. Setzen wir sprach­lich ein Zeichen.</p>
<p><strong><em>Jedes sehbehinderte Huhn (m/w) hat in der Solidargesellschaft das Recht auf ausreichend Korn</em></strong></p>
<p>So ist gleichzeitig auch neutralisiert, daß vorhin die Rede davon war, daß das blinde Huhn <strong><em>einmal</em></strong> ein Korn findet. Das ist ja schon der nächste Reibungs­punkt. Woher wissen wir denn, wie oft dieses Huhn Körner findet? Das wissen wir doch nur, weil wir Daten erheben, die uns im Grunde nichts angehen. Das zeigt doch, wie dieser Staat, wie diese Gesell­schaft inzwischen mit den Schwächsten umgeht.</p>
<p>Ganz zu schweigen von der ge­danken­losen Gleich­macherei bei der Ernährung: Hühner mögen vielleicht gar keine Körner? <a href="http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?threadid=3661" target="_blank">Hühner mögen</a> Würmer und Käfer, Obst und Nudeln.</p>
<p><strong><em>Jedes sehbehinderte Huhn (m/w) hat in der Solidargesellschaft das Recht auf ausgewogene, schmackhafte Ernährung in ausreichender Menge.</em></strong></p>
<p class="finish">Na also. Geht doch.</p>
<p><em>Bildquelle: Wikipedia, Photograph: Stijn Ghesquiere, 2004</em></p>
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		<title>Gutes Geschäft?</title>
		<link>http://www.svb.bayern.net/2010/02/02/gutes-geschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 14:39:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Manche Dinge wiederholen sich immer und immer wieder, aber jedesmal kommt eine neue Facette hinzu. Unser Staat betätigt sich gerne mal als Hehler, das ist nichts Neues und wurde hier auch schon ausreichend besprochen. Es ist noch nicht mal zwei Jahre her. Halali – die Treibjagd ist eröffnet, vom 16.2.2008. oder Ein Anruf aus Liechtenstein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/02/uelimaurer.png"><img class="alignright size-medium wp-image-2033" title="uelimaurer" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2010/02/uelimaurer-300x216.png" alt="" width="300" height="216" /></a>Manche Dinge wiederholen sich immer und immer wieder, aber jedesmal kommt eine neue Facette hinzu. Unser Staat betätigt sich gerne mal als Hehler, das ist nichts Neues und wurde hier auch schon ausreichend besprochen. Es ist noch nicht mal zwei Jahre her.</p>
<blockquote><p><a title="Permanenter Link zu Halali – die Treibjagd ist eröffnet" rel="bookmark" href="http://www.svb.bayern.net/2008/02/16/halali/">Halali – die Treibjagd ist eröffnet</a>, vom 16.2.2008. oder<br />
<a title="Permanenter Link zu Ein Anruf aus Liechtenstein" rel="bookmark" href="http://www.svb.bayern.net/2008/02/26/ein-anruf-aus-liechtenstein/">Ein Anruf aus Liechtenstein</a>, vom 26.2.2008, oder<br />
<a title="Permanenter Link zu Liechtenstein reloaded" rel="bookmark" href="http://www.svb.bayern.net/2008/03/09/liechtenstein-reloaded/">Liechtenstein reloaded</a>, vom 9.3.2008</p></blockquote>
<p>Was sind die Unterschiede zu damals? <span id="more-2027"></span>Die SPD hat rhetorisch aufgerüstet. Sie ist für den Ankauf, denn alle Steuersünder sind Klientel der CDU. Oder der FDP, egal, jedenfalls an der derzeitigen Regierung. Das ist schon ein bisserl infam, aber strategisch geschickt. Der Ankauf vor zwei Jahren war ein Erfolg, aber das war laut SPD das &#8220;rot&#8221; in &#8220;schwarz-rot&#8221;. Und die CDU? Fällt drauf rein, will vielleicht auch drauf reinfallen und ein paar hundert Millionen einstreichen mit den Worten, es sei eine schwere Entscheidung gewesen, aber man dürfe Straftäter ja nicht ungestraft davonkommen lassen. Meistens wurde in der Diskussion das Wort &#8220;potentiell&#8221; vor &#8220;Straftäter&#8221; weggelassen. Aber das ist in diesem Sumpf ohnehin schon egal, es geht nicht um rechtsstaatliche Prinzipien. Ob aber die Regierung auch so viel Geld für eine CD mit potentiellen Gewaltstraftätern ausgegeben hätte? Kaum.</p>
<p>Daß sich in den Reihen von CDU und FDP sogar Widerstand regt, wenngleich leise und lahm, ist nicht wirklich entlastend. Aber nun ist es vollbracht, Frau Merkel öffnet den Regierungsriesengeldbeutel und blättert ein paar Millionen Euro hin (&#8220;Gutes Geschäft!&#8221;) und denkt sich, sie ist die SPD los, sie hat das Heft wieder selbst in der Hand. Da setzt Frau Nahles ein treuherziges Gesicht auf und tritt im ARD Morgenmagazin auf. Dort forderte sie ein Abkommen zur Informationspflicht zwischen Deutschland und der Schweiz sowie anderer Steueroasen, und sagt, das sei &#8220;der einzige Weg, um auf Dauer solche Merkwürdigkeiten, wie daß wir Daten ankaufen müssen, entsprechend einzudämmen&#8221;. Was für eine Volte! Die Schweizer sind schuld, daß wir zu solchen Deals genötigt werden? Respekt!</p>
<p>Die Schweiz ist auch beeindruckt. Das war sie schon, als Peer Steinbrück auf sie losgegangen war. Und so sehen wir einen gravierenden Unterschied zur liechtensteinischen Variante damals: Es hatte sich dort der Regierungschef und Finanzminister, Herr Otmar Hasler, verärgert über die Wortwahl der aggressiven Deutschen geäußert. Die Reaktion aus der Schweiz ist frostiger. Herr Ueli Maurer riet der Bundesrepublik Deutschland sofort nach Bekanntwerden der Affaire ab, die gestohlene CD zu kaufen und die Diebe zu belohnen. Und was ist Herr Maurer? Finanzminister? Justizminister? Außenminister? Nichts von alledem &#8211; und das geschieht uns recht, für uns zuständig ist offensichtlich inzwischen der schweizerische</p>
<p class="finish">Verteidigungsminister.</p>
<p><em>Bildquelle</em>: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/ueli_der_agrarpolitiker_1.3389612.html" target="_blank">NZZ</a>. Zu sehen ist, wie sich die Schweiz für eine angemessene Auseinandersetzung mit Deutschland rüstet, auch wenn es in der NZZ ganz anders gedeutet wird.</p>
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		<title>Wikinger!</title>
		<link>http://www.svb.bayern.net/2009/12/29/wikinger/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 18:02:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wikileaks wird in der Öffentlichkeit immer gerne als &#8220;Whistle­blower Platt­form&#8221; bezeichnet. Was auch immer man sich darunter vor­stellen mag: Im modernen Manager­sprech ist ein Whistle­blower ein In­sider, der aus Ge­wissens­grün­den an die Öffent­lich­keit geht und Ge­heim­nisse verrät, die ihm an­ver­traut wurden oder auf die er als Teil des Sy­stems Zu­griff hatte. Dabei nimmt er in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2009/03/wikileaks.png"><img class="size-full wp-image-617 alignleft" title="wikileaks" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2009/03/wikileaks.png" alt="" width="121" height="270" /></a>Wikileaks wird in der Öffentlichkeit immer gerne als &#8220;Whistle­blower Platt­form&#8221; bezeichnet. Was auch immer man sich darunter vor­stellen mag: Im modernen Manager­sprech ist ein Whistle­blower ein In­sider, der aus Ge­wissens­grün­den an die Öffent­lich­keit geht und Ge­heim­nisse verrät, die ihm an­ver­traut wurden oder auf die er als Teil des Sy­stems Zu­griff hatte. Dabei nimmt er in Kauf, zum Ver­räter an Kollegen, Partnern oder Freunden zu werden. Für die antiken Griechen handelt es sich hier ganz klar um ein moralisches Di­lemma, und die Götter haben ihre un­barm­herzige Hand im Spiel. Wir Deutschen sehen hier eher Luther vor uns, wie er sagt &#8220;hier stehe ich und kann nicht anders&#8221;.</p>
<p>Das entspricht aber nun ganz und gar nicht dem Bild, das ich von Wiki­leaks habe. <span id="more-1928"></span>Die Leute hinter Wiki­leaks sind selbst keine Insider, oder nicht not­wendiger­weise. Dokumente, die hier ver­öffent­licht werden, kommen auch nicht jedes Mal von In­sidern, sondern oft wurden sie einfach digital &#8220;ab­ge­griffen&#8221;. Sie ver­raten keine Ge­heim­nisse, die ihnen an­ver­traut wurden, sie zerren Dinge ans Licht, die sie ent­hüllen. Und sie sind keine reinen Plattformbetreiber, also Megaphon-Halter, sondern sie recherchieren. Nicht alles, wo nur &#8220;Skandal&#8221; darübersteht, wird bedenkenlos veröffentlicht. Damit sind sie die modernen Ent­hüllungs­jour­na­li­sten, in bester Tradition von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Woodward" target="_blank">Bob Woodward</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Bernstein" target="_blank">Carl Bernstein</a>, die ver­hin­dern konnten, dass Nixons <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-srv/politics/special/watergate/index.html" target="_blank">Watergateaffäre</a> ver­tuscht wurde. Die Quellen dazu blieben ge­schützt, die Identität von &#8220;Deep Throat&#8221; wurde dreißig Jahre lang geheim­ge­halten. In­zwischen wissen wir, es war Mark Felt, damals Nummer 2 des FBI. Heute hätte sich Deep Throat vielleicht nicht an die Washington Post gewendet, sondern eher an Wikileaks.</p>
<h3>Kenia</h3>
<p>Bei Herrn <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4921535,00.html" target="_blank">Githongo</a> war das so. Ein Fall, der in Deutsch­land weniger für Schlag­zeilen gesorgt hat: Githongo war in Kenia zu­ständig für die Be­kämpfung der Kor­rup­tion, was gefühlt das­selbe ist wie ein Eis­ver­hinderer­job am Nord­pol. Nachdem er seine Auf­gabe ernst­ge­nom­men hat, muss­te er fliehen, und er wandte sich in London nicht an die BBC, sondern gleich an Wiki­leaks. Später wurde durch die Ver­öffent­lichung die Wahl in Kenia stark beeinflußt.</p>
<p>Enthüllungsjournalismus gab es auch in Deutsch­land, und auch hier versuchte der Staat, oder besser seine Re­prä­sentan­ten, zunächst re­flex­haft, die Wahr­heit zu unter­drücken. Die Ant­wort auf öffent­liche Skandale ist höchst selten &#8220;wie konnte so eine Sauerei passieren&#8221; sondern fast immer zuerst &#8220;wer hat hier ge­plaudert&#8221;, ver­bunden mit der An­drohung von Re­pressa­lien und sogar Straf­verfolgung. Lücken­los, soweit ich zurück­denken kann, also etwa bis zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegel-Affäre" target="_blank">Spiegel­affäre</a>, und wenn ich weiter zurück­denken könnte, würde es nicht besser. Damals war ich noch <em>sehr </em>jung, und so erinnere ich mich viel besser an all die Dinge, die wir Wiki­leaks ver­danken:</p>
<ul>
<li>Wir kennen nun die geheimen Verträge zwischen <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1632790/" target="_blank">Toll Collect</a> und der Bundesregierung. Vielleicht immer noch nicht vollständig, aber was man sehen konnte, war brisant.</li>
<li>Nachdem die damalige Bundesfamilienministerin von der Leyen behauptet hatte, wie gut ihre Sperrlistenidee in den skandinavischen Ländern funktioniere, war es äußerst spannend, bei Wikileaks zu <a href="http://en.wikinews.org/wiki/Wikileaks_tells_Wikinews_why_they_published_Danish_child_porn_censorship_list" target="_blank">lesen</a>, was da alles als angebliche Kinderpornographie gesperrt werden sollte. Zuerst kam die dänische Liste, dann die australische, woraufhin Australien nicht etwa den Skandal aufklärte, sondern versuchte, Wikileaks zu zensieren.</li>
<li>Aktuell: Der <a href="http://www.gulli.com/news/kundus-wikileaks-ver-ffentlicht-untersuchungsbericht-2009-12-14" target="_blank">Kundus-Report</a>. Genauer: Der berüchtigte Feldjägerbericht, von dem in den Medien so oft die Rede war.</li>
</ul>
<p>Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wikileaks sorgt dafür, daß Mauscheleien nie sicher vor Aufdeckung sein können und dass Quellen geschützt werden müssen, damit sie sprudeln. Das natürlich bei aller Gefahr, die von nicht überprüfbaren Quellen ausgehen, aber diese Konstellation ist nicht neu: Auch heute schon müssen Journalisten ihre geschützten Quellen überprüfen oder ihren Ruf aufs Spiel setzen. Wie Wikileaks.</p>
<h3>Ein sicherer Ort für Server</h3>
<p>Auf dem 26. Computer Communication Congress, kurz: <a href="http://events.ccc.de/congress/2009/wiki/Welcome" target="_blank">26C3</a>, traten nun zwei der Macher von Wikileaks auf: Julian Assange und Daniel Schmitt. Sie hatten einen über­raschen­den Vor­schlag: Island sollte die Schweiz der Bits und Bytes werden. Genauer: Island ist der vielleicht flexibelste Staat unter allen zivilisierten Ländern der Welt. In Island hätte man die Chance, die liberalsten Gesetze zum Schutz von Presse- und Ver­öffent­lichungs­frei­heit zu schaffen. Dort wäre damit der ideale Ort, Rechen­zentren zu er­öffnen, nach­dem auch im Hin­blick auf Nach­haltig­keit die Vor­aus­setzungen günstig wären, Kühlung und Energie­er­zeugung sind in Island einfacher als bei uns. Und wie die Schweiz und andere so­ge­nannte Steuer­oasen daraus Gewinn ziehen konnten, dass sich bei ihnen die Menschen bzw. ihr Geld wohler fühlte als in der jeweiligen Heimat, so könnte Island brisanten Servern einen sicheren Hafen bieten. Deutschland kommt hier nicht in Frage. Wir sind nicht bereit, wirklich liberal und frei zu sein, wenn es um In­halte geht. Nicht nur diverse Innen­minister und ehe­malige Familien­mini­sterin­nen zeigten in der Ver­gangen­heit eine er­schreckende Ein­stellung zu diesem Thema. Hier wird &#8220;nicht lang gefackelt&#8221; und Server werden durch­aus be­schlag­nahmt &#8211; zu­min­dest wird ihnen damit gedroht.</p>
<p>Servern wie dem von Wikileaks. Also, auf nach Island! Und dann wäre klar, woher ab sofort der Name &#8220;Wikileaks&#8221; kommt: Nicht etwa von &#8220;Wiki-Wiki&#8221;, wie man es in Wikipedia und allen verwandten Portalen sieht und was hawaiianisch ist für &#8220;schnell&#8221; (eine Verballhornung des englischen &#8220;<em>quick</em>&#8220;), sondern von den Gründern der isländischen Nation,</p>
<p class="finish">den Wikingern!</p>
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		<title>Trauer und Wut</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 16:40:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Trauer, Wut und Angst vor der Zukunft, so überschreibt die Nürnberger Zeitung ihre wenig überraschende Meldung zur Stimmungslage der Quellemitarbeiter nach der Insolvenz. Aber diese drei Gefühle schließen sich gegenseitig aus &#8211; und nichts anderes steht in dem Artikel, die einen sind wütend, die anderen traurig, die dritten haben Angst. Wut belastet am wenigsten. Trauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-1813 alignleft" title="obama" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2009/11/obama-212x300.png" alt="obama" width="212" height="300" />Trauer, Wut und Angst vor der Zukunft, so überschreibt die <a href="http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1107702&amp;kat=6" target="_blank">Nürnberger Zeitung</a> ihre wenig überraschende Meldung zur Stimmungslage der Quellemitarbeiter nach der Insolvenz. Aber diese drei Gefühle schließen sich gegenseitig aus &#8211; und nichts anderes steht in dem Artikel, die einen sind wütend, die anderen traurig, die dritten haben Angst.</p>
<p>Wut belastet am wenigsten. Trauer und Angst bekämpft man durch Wut. Und gerade als ich noch nach Beispielen dafür suche, fallen mir zwei Meldungen in die Hand. <span id="more-1811"></span>Da ist ein kurdisches Mädchen von ihrem Vater in Ostanatolien zwangsverheiratet worden. Sie flieht zurück nach Deutschland, wo sie ihre kulturellen Wurzeln eher sieht als in der fremden Heimat und läßt die Ehe annullieren. Sie lebt hier wie andere westliche Frauen, sucht sich selbst aus, mit wem sie ihr Leben verbringen will. Es kommt zu einer Abtreibung. Die Familie kommt nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mit der selbst so empfundenen Schande nicht zurecht und beschließt, die Tochter zu ermorden. Ein Ehrenmord. Der Sohn der Familie opfert sich, er erschlägt seine Schwester und nimmt das komplette Verbrechen auf sich. Immer noch gilt: Alles in den Augen der Staatsanwaltschaft, der Prozeß ist noch nicht zuende. Also: Eine Sache der Ehre. Empfinden wir Wut? Nun, auf wen? Auf den Bruder und seine Sicht von Ehre? Den Vater, der möglicherweise alles angestiftet hat oder zumindest nicht verhindert? Den nichts ins Raster passendenden russischen Freund der Familie? Oder auf die sensationslüsterne Berichterstattung? Auch nicht, die <a href="http://www.focus.de/panorama/vermischtes/deutschland-prozess-wegen-ehrenmord-an-20-jaehriger-kurdin_aid_451609.html" target="_blank">Darstellung im Focus</a> ist durchaus unprätentiös. Wut ist nicht das, was ich empfinde. Ich sehe die junge Frau, die kein selbstbestimmtes Leben führen durfte, und ich sehe die Familie, die eine Tochter und Schwester verloren hat und genau das nun spüren wird, egal ob die Staatsanwaltschaft recht hat oder nicht. Solch eine Tragik kann keine Wut auslösen, sondern nur Trauer.</p>
<p>Aber nun die andere Meldung. Ausgerechnet dem deutschen Ableger der <a href="http://www.ftd.de/politik/international/:frauen-und-maenner-obama-unter-macho-verdacht/50028803.html" target="_blank">Financial Times</a> und nicht etwa irgendeinem Gesellschaftsblättchen entnehmen wir, daß der amerikanische Präsident gerne mit ein paar Sportbegeisterten Basketball spielt. Amerikanische Frauen fühlen sich davon &#8220;diskriminiert&#8221;: der Präsident spielt nicht mit Frauen Basketball. Legt man diese zynische Technik des Sich-Aufregens-Um-Jeden-Preis neben die Tragödie, die uns soeben noch s0 berührt hat, dann sind wir entsetzt. Angesichts des Schicksals wirklich benachteiligter Frauen in dieser Welt erscheint dieses Verhalten so erschütternd selbstsüchtig, so ekelhaft unangemessen.</p>
<p>Eigentlich wollte ich mit einem kleinen Scherz schließen: Der amerikanische Präsident spielt zuwenig mit Frauen, der  vorletzte eher zuviel, aber irgendwie finde ich das jetzt nicht mehr als Abschluß geeignet. Das Lachen bleibt mir im Hals stecken. Und das ist</p>
<p class="finish">Wut</p>
<p><em>Bild</em>: Sebastian v. Bomhard, &#8220;<em>Obama empfängt die amerikanischen Frauenrechtler</em>&#8221;<br />
<em> nach</em>: William-Adolphe Bouguereau, &#8220;<em>Orestes wird von Furien gehetzt</em>&#8220;.</p>
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		<title>Erbärmlich, unsäglich, blindwütig</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 15:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>svb</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selten habe ich so einen unsachlichen und polemischen Blödsinn gelesen wie im Stern, aktuelle Ausgabe 34/2009. Kein Grund, den Stern zu boykottieren, wobei ihn zu kaufen allerdings oft eine gewisse Meisterschaft in Toleranz und Leidensfähigkeit voraussetzt. Sei&#8217;s drum, da steht es jedenfalls: &#8220;Die Freiheit der Mörder&#8221;, wieder einmal ein &#8220;Zwischenruf&#8221; jenes Hans-Ulrich Jörges, einem Mann, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-143 alignleft" title="joerges_hans_ulrich" src="http://www.svb.bayern.net/wp-content/uploads/2008/05/joerges_hans_ulrich.jpg" alt="Jörges, Hans Ulrich" width="163" height="171" />Selten habe ich so einen unsachlichen und polemischen Blödsinn gelesen wie im Stern, aktuelle Ausgabe 34/2009. Kein Grund, den Stern zu boykottieren, wobei ihn zu kaufen allerdings oft eine gewisse Meisterschaft in Toleranz und Leidensfähigkeit voraussetzt.</p>
<p>Sei&#8217;s drum, da steht es jedenfalls: &#8220;Die Freiheit der Mörder&#8221;, wieder einmal ein &#8220;Zwischenruf&#8221; jenes Hans-Ulrich Jörges, einem Mann, der es regelmäßig schafft, mich fassungslos zu machen. Vielleicht lächelt er nun fein und sagt, Mission erfüllt, ich will provozieren, ich will aufrütteln, aber das wäre ein Mißverständnis. Nicht inhaltlich ist die eigentliche Provokation zu sehen, eher in der völligen Ingnoranz der Wirklichkeit, in der gebetsmühlenartig wiederholten Aneinanderreihung längst widerlegter Argumente, gepaart mit unverhohlener Aggressivität.<span id="more-1698"></span></p>
<h3>Aufruf zur Intoleranz</h3>
<p>Beweis gefällig? Jörges sagt, das Internet sei ein <em>rechtsfreier Raum</em>. Wo war der Mann die letzten Monate? Hat er keine Angst davor, ausgelacht zu werden? Und, wie zu erwarten ist der restliche Artikel von ähnlich ärmlicher Qualität. Schauen wir genauer hin. Die zweite Überschrift ist allein schon eine Entgleisung: &#8220;Ein Aufruf zur Intoleranz&#8221;. Soll das witzig gemeint sein? Gleich danach ein Geständnis: Jörges surft das Internet ab nach eindeutig verbotenem Material: Hakenkreuze, SS-Runen, das Horst-Wessellied. Das alles hat er sich angeschaut &#8211; wohl wissend, daß es sich um <em>illegales</em> Material handelt. Sein Vorgehen ist durchaus analog zu dem von <a href="http://solidaritaet-mit-joerg-tauss.de" target="_">Jörg Tauss</a>, der zum Thema Kinderpornographie recherchiert hat. Was Jörges abgeschmackterweise dem Abgeordneten Tauss vorzuwerfen scheint, bei sich selbst aber als normal ansieht.</p>
<h3>Der Unsinn mit dem rechtsfreien Raum</h3>
<p>Vermutlich dünkt er sich etwas besseres als ein Politiker, schließlich rechnet er sich ja zu den meinungsmachenden Zeitungsmachern. Zu den recherchierenden Journalisten kann er sich wohl kaum selbst zählen, ohne rot zu werden. Jörges hat sich unzweifelhaft strafbares Material beschafft, gesichtet und beherbergt es nach wie vor auf seinem Rechner in zahlreichen Cache-Dateien. Hier bin ich durchaus der Meinung, das müsse erlaubt sein, nicht nur Politikern und Journalisten, <em>jeder</em> der in einer Demokratie seine Stimme abgeben, mitregieren will, soll alles sehen und lesen dürfen. Das letzte Jahrhundert hätte vielleicht weniger Leid über die Menschen gebracht, hätten vor 1933 mehr Leute &#8220;Mein Kampf&#8221; gelesen. Aber es stört mich, wenn die Gesetze so strotzend vor Selbstgerechtigkeit nur für die anderen gelten sollen, und das in so einem Law-And-Order-Artikel.</p>
<p>Doch zurück zu dem Artikel:</p>
<blockquote><p>Es wird verherrlicht und verunglimpft, gehetzt und gelogen, agitiert und rekrutiert &#8211; völlig ungestört im Internet. Was in der realen Welt bestraft wird, bleibt in der digitalen Welt ungeahndet. Das Internet ist ein rechtsfreier Raum.</p></blockquote>
<p>Interessant: Jörges bezieht sich nicht auf sich selbst, nein, über &#8220;das Internet&#8221; schreibt er. Völlig ungestört? Nun, mit der gleichen kruden Logik könnte man sagen, daß unsere Straßen längst auch rechtsfreier Raum sind. Da wird gedrängelt und genötigt, beleidigt und bedroht. Und die Strafen? Ich meine die Strafen für Fehlverhalten, die nicht zur Finanzierung der Kommunen herangezogen werden? Nun, ich mußte einmal ein Auto zur Fahndung ausschreiben lassen &#8211; es wurde nie gefunden. Aber acht Strafzettel wegen Falschparkens bekam ich für dieses &#8220;unauffindbare&#8221; Auto dann doch noch in den folgenden Monaten. Anhand der Strafzettel habe ich dann das Auto selbst gefunden.</p>
<p>Schüler haben ein böses Video über einen Lehrer ins Internet gestellt. Die Verfasser konnten nicht gefunden werden, gleichwohl kann man das Video nicht mehr sehen. Aha, das Internet ist ein rechtsfreier Raum. Ist es nicht vielmehr die reale Welt? Ist die Schule ein rechtsfreier Raum, wenn die Urheber eines Schülerscherzes nicht ausfindig gemacht werden?</p>
<p>Natürlich will niemand Schülerscherze mit Völkermord vergleichen. Nehmen wir doch einfach Mord. Wie steht es denn um die weltweite Aufklärungsrate von Mord, im wirklichen Leben also? Bleiben die meisten Morde ungesühnt? Ja, aber ist die Welt nun ein rechtsfreier Raum? Blühender Unsinn. Genauso unsinnig wie bereits die Überschrift, Freiheit für die Mörder. Es gibt einen Unterschied zwischen Mord und brauner Hetzpropaganda, und wer den nicht mehr sieht, braucht eine Auszeit.</p>
<h3>Crescendo</h3>
<blockquote><p>Und der Skandal ist streng tabuisiert. Schon der Plan der Grossen Koalition, Kinderporno-Seiten zu sperren, der erste Eingriff in die grosse Freiheit, hat in der Internet-Gemeinde Entrüstung ausgelöst, Familienministerin Ursula von der Leyen die Schmähung Zensursula eingetragen und der gegen Netz-Zensur kämpfenden Piratenpartei Zulauf verschafft.</p></blockquote>
<p>Wer tabuisiert? Es wurde nicht darum gestritten, ob illegale Inhalte aus dem Netz entfernt werden dürfen oder nicht. Noch ist das hier ein Rechtsstaat. Was aber ist illegal? Entscheidet das die Polizei? Oder die Gerichte? Und ist das lächerliche Verbiegen von Nameservereinträgen eine Sperrung? Oder nur eine Alibiaktion, ungeeignet, schädlich, dumm?</p>
<p>Und dann das Geschwätz von der &#8220;Internet-Gemeinde&#8221;. Gibt es auch die &#8220;Telephonnutzergemeinde&#8221;? Die &#8220;Lufthansafliegergemeinde&#8221;? Alles Quatsch.  Und die &#8220;Ahnungslosen-Gemeinde&#8221; &#8211; mit Herrn Jörges als ihrem Prophet &#8211; gibt es die wenigstens? Vermutlich auch nicht, aber biblisch wird es durchaus im nächsten Absatz, wo Jörges über Jörg Tauss geifert (und er vergreift sich dabei an Tauss und an Jesus Christus in nur fünf Worten):</p>
<blockquote><p>Die Piraten umarmen den Unberührbaren</p></blockquote>
<p>um dann irgendwie wieder die Kurve zu kriegen, es ging ja um Nazis. Hier kommt erneut die Stunde des Propheten:</p>
<blockquote><p>Sperren wären weitaus wirksamer als ein NPD-Verbot</p></blockquote>
<p>Ich will gar nicht wissen, wie er das begründet. Es spielt auch keine Rolle, denn ein NPD-Verbot wäre ja schon wieder Alibi-Politik, blinder Aktionismus, ein Ablenken von tatsächlichen Dingen. Jörges hat es doch eigentlich begriffen, er selbst erwähnt den §86a StGB, den §130 StGB, er selbst bemerkt, daß jemand aus dem Ausland höhnt, diese BRD-Paragraphen seien ihm egal. Fein beobachtet, in den USA darf man Nazi sein, sich von Kopf bis Fuß mit Hakenkreuzen behängen und indiskutable Behauptungen aufstellen, ohne Angst vor Strafe haben zu müssen. Hier ist es verboten, dort nicht.</p>
<p>Kommt aber der der Verantwortliche für den Server mal nach Deutschland, zum Beispiel, um von einem Flugzeug in ein anderes zu steigen, und richtet sich der Server vielleicht sogar explizit an deutsche Leser, so riskiert der Betreiber eine Verhaftung und durchaus auch eine Verurteilung in Deutschland. Im Kalten Krieg war das ein völlig normaler Vorgang, niemand von Radio Free Europe oder Radio Liberty wäre auf die dumme Idee gekommen, in den Ostblock zu reisen, waren doch diese Sender vor allem auf Ziele hinter dem Eisernen Vorhang gerichtet.</p>
<p>Aha! Das Radio, ein rechtsfreier Raum? Aus der Sicht der Russen damals vielleicht wirklich, und die Analogie hält: Illegal wird so mancher Webserver erst durch seine Leser, nicht per se durch seine Existenz, auch wenn das Herrn Jörges vielleicht zu spitzfindig ist. Das Internet läßt sich nicht vollständig kontrollieren. Das stört die Chinesen, und es stört Herrn Jörges. Ja mei.</p>
<p>Aber ist das schlimm? Schlimm wäre es, könnte unsere Demokratie tatsächlich von ein paar braunen Spinnern gefährdet werden.</p>
<p class="finish">Einen intoleranten und unbelehrbaren Jörges muß sie ja auch aushalten.</p>
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