SvB-Blog

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

Freitag 14. August 2020

Manieren sind wichtiger als Gesetze. Genaugenommen hängen die Gesetze sogar weitgehend von ihnen ab. Mit dem Gesetz kommen wir nur hier und da in Berührung. Die Umgangsformen sind es, die uns erbittern oder besänftigen, verderben oder läutern, erheben oder erniedrigen, verrohen oder sublimieren. Wie die Luft, die wir atmen, wirken sie unaufhörlich auf uns ein, ohne daß wir uns dagegen wehren können oder es auch nur bemerken.
Edmund Burke

 

Manieren und Masken

Sind Sie Virologe? Wenn ja, sagen Sie Bescheid, wenn Sie über die Schutzwirkung von Masken etwas beizutragen haben. Die meisten Virologen sind sich da nicht so sicher.

Wo das Wissen fehlt, sind wir auf den Glauben angewiesen. Das hat sich nicht geändert, die Menschheit hat schon immer weniger gewusst als geglaubt. Und fester Glaube fühlt sich an wie Gewissheit. Nachdem die Kirche nun keine Glaubensinstanz mehr ist für viele Leute, ist nicht etwa das Wissen im Rahmen der Aufklärung an ihre Stelle getreten, sondern nur eine andere Art des Glaubens.

Glauben Sie nicht? Glauben Sie, ich irre mich? Mag sein, aber Sie wissen es definitiv nicht. Jahrzehntelang haben wir gewusst, dass Spinat viel Eisen enthält. Dann haben wir es nur noch geglaubt. Dann haben wir gewusst, das es falsch war. Aber so, wie wir mit Erkenntnis umgehen (meistens), könnten wir auch weiter mit Priestern reden.

Und jetzt die Volte: Ich glaube nicht, dass Masken schützen. Ich trage sie trotzdem. Weil andere glauben, dass es sie schützt. Und damit ist es einfach eine Frage der Manieren. Ich habe ja auch „untenrum“ was an. Und auch ohne Corona huste ich anderen Leuten nicht direkt ins Gesicht.

Wer wegen der Masken Schaum vorm Mund hat, sollte definitiv welche tragen.

 

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