Sonntag 2. November 2008
Vor zwanzig Jahren war Robert T. Morris vermutlich sehr ärgerlich auf Robert T. Morris jr., seinen Sohn. Er selbst, ein bedeutender Wissenschaftler, arbeitete am National Computer Security Center (NCSC), einer Abteilung des NSA. Sein Sohn war noch Student an der Cornell University, aber heute vor zwanzig Jahren sollte er bekannter werden als sein Vater. Und das mit einer Aktion, die sein Vater nur als Affront begreifen konnte. Robert T. Morris jr. setzte heute vor zwanzig Jahren den ersten Internetwurm frei, den berüchtigten Morriswurm.
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Montag 27. Oktober 2008
Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten bei einer Firma, der es nicht sonderlich gut geht. Aber die Firma wird gerettet, wenn Sie auf drei Viertel Ihres Gehalts verzichten. Machen Sie das? Wieso sollten Sie…
Wieso sollte ich? - fragt sich der Bankmanager. Das Rettungspaket des Staats ist zum Greifen nah, aber es ist vergiftet. Wer es in Anspruch nimmt, muss auf Gehalt verzichten. Nun kann man argumentieren, 500.000 € sind immer noch besser als Arbeitslosengeld. Man kann aber auch argumentieren, dass man so ein Paket lieber später als früher abruft.
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Sonntag 26. Oktober 2008
Markenrecht ist schon lustig. Man kann nur Begriffe schützen lassen, die nicht längst Allgemeingut sind. Leberkäse geht nicht. Rasierwasser. Briefmarke. Müsli. Oh, stop, Müsli ist eine eingetragene Marke von Nestlé. Das, was man nicht schützen kann, heißt Müesli. Das wissen aber gefühlt nur 10% der Bundesbürger. Und weil es so gut klappt, einen Schreibfehler in ein Wort zu mogeln, um es dann schützen zu können, hat Nestlé auch gleich noch Aquarel belegt.
Es gab einmal in Deutschland eine große Behörde, die hieß Deutsche Post. Weiterlesen »
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Samstag 18. Oktober 2008
Nach Kenntnisnahme vernichten, das hört sich nach Geheimdienst an. Der deutsche Titel “Wer verbrennt sich hier die Finger” ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass es offensichtlich manchmal nicht leicht ist, Filmtitel zu übersetzen, wie gut, dass “Burn after Reading” immer noch darübersteht. Geheimdienst also - und siehe da, in diesem Milieu spielt ein Film, der völlig abstrus ist. Totaler Blödsinn. Abwegig. Surrealistisch. Und genial! Das verwundert nun nicht wirklich, schaut man, von wem der Film ist: Ethan und Joel Coen. Ich kann mich nicht erinnern, von denen etwas schlechtes gesehen zu haben. (Ein (un)möglicher Härtefall! No Country for Old Men!! Fargo!!! The Big Lebowski!!!!).
Und dann die Entstehungsgeschichte… Weiterlesen »
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Mittwoch 15. Oktober 2008
Selten, wirklich selten, kann es zu einer Situation kommen, in der Juristen nicht wirklich weiterkommen: Die Rede ist von echten Gesetzeslücken. Meist haben diese mit technischen Neuerungen zu tun. So gab es in alten Zeiten tatsächlich Diskussionen darüber, ob man Strom stehlen könne. Das Problem entzündete sich hauptsächlich an der Frage, ob Strom eine Sache ist. Der Laie staunt: Wer seinen Stromzähler überbrückt, erschleicht sich Leistung. Der Jurist runzelt die Stirn und sagt “Es kommt darauf an”… und damit wird es spannend.
Nun also das Internet, neue Technik und damit prädestiniert für zerbrochene Juristenköpfe und mitunter putzige Kapriolen:
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