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Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

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Samstag 13. Juni 2009

Es gibt noch Menschen unter uns, die so aussehen, als ob sie eben von der Kreuzigung Christi kämen, und andere, die zu fragen scheinen: Was hat er gesagt? Wieder andere, die es niederschreiben unter dem Titel »Die Vorgänge auf Golgatha«.
Karl Kraus

 

Links

Ich muß nicht immer alles selber schreiben. Manchmal genügt es vielleicht, auf andere Artikel hinzuweisen. Hier ein paar Links, über ich gestolpert bin. Wenn ich im übrigen einer Empfehlung eines anderen Autoren folge, vergesse ich manchmal den Weg,den ich genommen habe. Der Kollege möge bitte nicht sauer sein, mit hoher Wahrscheinlichkeit empfehle ich ja auch seine eigenen Artikel bei nächster Gelegenheit.

Auftakt ein Artikel aus dem Spiegel Online. Erstaunlich, wie schonungslos die Position von Frau von der Leyen geschildert wird. Und daß man in einem Massenblatt den Ausdruck „Zensursula“ finden würde, hätte ich vor ein paar Wochen nicht gedacht. Lesenswert: Spiegel Online: SPD-Basis rebelliert gegen Anti-Kinderporno-Gesetz.

Dann der Blog von Alvar Freude: Die Bundesregierung hat keine Kenntnis, will aber sperren. Es ist sicher noch nicht bei allen Parlamentariern angekommen, wie wichtig dieses Thema ist. Viele Politiker kümmern sich vermutlich ernsthaft um Wirtschaftskrisenfragen und folgen ansonsten den Empfehlungen der Fraktion. Aber jedem hätte auffallen müssen, dass Frau von der Leyen mit angeblich detaillierten Kenntnissen und fundierten Zahlen um sich wirft, die allesamt erfunden, erlogen, bestenfalls ausgedacht sind. Denn nun haben wir ja schwarz auf weiß, wie es um die Erkenntnisse in Berlin wirklich steht.

Zum Abschluß ein Blick in den Blog „Indiskretion Ehrensache“. Daß ich mit dem Autor nicht immer einer Meinung war hindert mich nicht daran, seinen Artikel „Bundesregierung vs. das Internet – die nächste Eskalationsstufe“ gut zu finden. Schöne Zusammenstellung. Der Aspekt, wieso ein Innenminister Bürgerängste schüren muß, um wichtig zu bleiben, ist pointiert dargestellt. Seit vielen Jahren kein ausländischer Terroranschlag mehr hier in Deutschland, da muß man sich halt was einfallen lassen.

Nun noch was anderes. Oft wird gefordert, das Internet solle kein rechtsfreier Raum bleiben. War es doch nie. Zu Beginn war es ein Raum mit eigenem Recht („AUP“ – acceptable use policy). Seit vielen Jahren gibt es aber auch eine Vielzahl von Beispielen, daß „das Recht“ auch im Internet gilt. Nicht immer trivial, aber sicher auch nicht Verhältnisse wie in den 80ern in Hamburg in der Hafenstraße. Das wissen nur leider nicht alle, und das wird schamlos ausgenutzt, zuletzt bei einer merkwürdigen „Verlegerresolution“, bei der man von vorsätzlicher Irreführung ausgehen kann. Schön, was Stefan Niggemeier nun zutage fördert: Rechtsfreie-Zonen-Dialektik. Und die Pharisäerliste wird länger und länger.

 

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