SvB-Blog

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

Samstag 9. Februar 2008

Crescit animus, quotiens coepti magnitudinem attendit. (Es wächst der Mut bei jedem Blick auf die Größe der Unternehmung.)
Lucius Annaeus Seneca

 

Der Wahlkampf

Bayerisches Staatswappen

Es ist Wahlkampf in Bayern. Die Plakate machen mich narrisch. Wo fange ich an?

  • Der Schwarze, der mich bedroht: wenn ich ihn nicht wähle, werde ich in der U-Bahn zusammengeschlagen? Der dann  bisserl kleinlaut sein Plakat entschärft, indem er so tut, als ob es jetzt kein Thema mehr sei, was ganz allein sein Verdienst sei. 

  • Hmm, was steht eigentlich bei den Roten? Ach ja, sie verkaufen ihre Wohnungen nicht, die Stadtwerke auch nicht. Na gut, akzeptiert. Sie wollen auch keinen Transrapid bauen – ein Thema für sich, meinetwegen. Wir wissen also, was sie nicht machen. Aber wo bleibt die Aussage, was sie machen? Das zu erfahren hat Zeit bis nach der Wahl.

  • Die Grünen: Man sieht ein Bild von einem Transrapid – und drunter steht irgendwas wie „ich oder 10000 Busse“. Ich war begeistert. Die Grünen haben es eingesehen, mir ist ein Transrapid viel lieber als 10000 Busse. Mir reichen die Flughafenbusse schon jetzt und das sind weniger als 10000. Aber halt, sind die Grünen nicht dagegen? Ja, sind sie, aber es gelingt ihnen nicht, es so auszudrücken, dass man es gleich versteht. Es geht nur darum, dass man für das Geld des Transrapid 10000 Busse kaufen kann. Wie viele Transrapide kann man für das Geld einer Mondlandung kaufen? Und zurück zu den Grünen und ihrer Verständlichkeit: Woher kommt wohl der Ausdruck „plakative Aussagen“? 

  • Am schlimmsten ist die Bayernpartei. Anstatt dass sie sich endlich einmal auf ihre Themen konzentrieren, Bewahrung und Stärkung unserer Heimat, möglicherweise Integration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund (i.e. Franken und andere Preußen), weitgehende Unabhängigkeit von Berlin, eigene EU-Mitgliedschaft, WAS AUCH IMMER. Aber was tut dieser todtraurige Haufen? Kämpft gegen das Rauchverbot. Jämmerlicher habe ich Populismus nicht erlebt.

Das gute an der Monarchie wäre, dass wir uns diesen Krampf schenken könnten. Und deshalb wähle ich diesmal die

RSPB (Royalistisch Sozialistische Partei Bayerns).

Die gibt es nur leider nicht. Noch nicht.

 

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