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Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

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Mittwoch 15. Juli 2009

Das ist das Geheimnis des alten Wiener Cafés: Der Kellner ist vergeßlich, die Kassierin ist häßlich, die Wände sind grau, die Beleuchtung ist schlecht: lauter Dinge, die ich schön finde.
Arthur Schnitzler

 

Die misanthropischen Kellner

Auf Youtube bin ich über ein Duo gestolpert, das recht lustige Dialoge führt. Zwei Kellner unterhalten sich, das Lokal ist noch leer, die Chefin noch nicht da, also sitzt man zusammen und gerät ins Reden. Im folgenden Video hat der eine der beiden keine Ahnung, was Twittern heisst, der andere hingegen liefert eine geniale Analogie:

Schau, das ist ganz einfach, das ist wie in einem Friseursalon, da sitzen fünf Damen, alle unter der Trockenhaube und lesen „Gala“. Und jede liest der anderen was vor. Und so funktioniert das.

Gut gemacht. Der deutsche Kellner (Peer Martiny) hat es allerdings immer noch nicht kapiert. Oft unbelastet von Ahnung ist er in seiner Misanthropie und Boshaftigkeit so echt, daß sich das Lachen gelegentlich gar nicht mehr einstellen will. Der österreichische Kellner (Michael Egger)  hingegen schwankt wohl doch zu stark zwischen Genie und Debilität, um glaubwürdig zu sein. Und doch, zwischen vielen Trivialitäten finden sich immer wieder Perlen wie jenes Zitat oben.

 

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