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Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

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Mittwoch 23. September 2009

Das Leben ist eine Fußreise mit einem Dorn oder Nagel im Stiefel. Felsen, Berge, Schluchten, Flüsse, Löcher, Sonnenglut, Frost, Unwetter, Räuber, Feinde, Wunden, damit müssen wir kämpfen, das will bestanden sein, dazu haben wir die Willenskraft. Aber der Nagel im Stiefel: das ist die Zugabe, kommt außerdem und überdies dazu, und für den Nagel bleibt dem Manne, der mit den großen Übeln redlich ringt, keine Geduld übrig.
Friedrich Theodor von Vischer

 

Abofallen (2)

FriedrichtheodorfischerNeulich habe ich über ein unschönes Erlebnis mit der Bahn AG berichtet. Ich habe bereits geahnt, daß ich gezwungen sein würde, eine Fortsetzung zu liefern. Voilà, hier ist sie:

Am 14.9. kam ein Schrieb von der Bahn, der für mich so konfus war, daß ich zunächst nicht wußte, was ich darauf antworten sollte. Inzwischen weiß ich mehr. Ich las jedenfalls sehr erstaunt:

(..) unserem Forderungseinzug vom 11.9.2009 wurde widersprochen. Daraufhin wurde der Betrag von der Bank zurückgebucht. (…) Wir bitten Sie, uns bis zum 23.9.2009 den Grund des Widerspruchs mitzuteilen, damit wir mit Ihnen gemeinsam eine Klärung herbeiführen können. Bitte beachten Sie, daß bei der evtl. erneuten Belastung des Kontos ggf. angefallene Rücklastschriftgebühren mit eingezogen werden.

Das war pikant. Ich weiß nichts von einem Widerspruch. Ich war gar nicht da, ich war eine Woche im Ausland. Zufällig bekam ich mit, daß Mitarbeiter meiner Firma etwas erstaunt waren über den Versuch der Bahn, sich an unserem Firmenkonto zu bedienen. Ein Anruf meiner Kolleginnen bei der Bahn war ergebnislos. Die Bahn weigerte sich mitzuteilen, wem die Bahncards denn gehörten, für die da abgebucht werden sollte. In der Liste unserer Fimenbahncards waren sie nicht enthalten. Kunststück, waren ja meine private Bahncard und – noch viel pikanter – die meiner Frau. Die arbeitet nicht bei der Firma.

Daß jemand versucht, sich in betrügerischer Absicht oder auch nur aus Versehen Geld per Lastschrift zu holen, kommt nicht einmal selten vor. Unsere Kollegen in der Buchhaltung sind aber zuverlässig. Die merken das. Und, das finde ich nett, sie haken sogar nach, es kann sich ja auch mal um ein Versehen handeln. Wenn der Abbucher aber nicht einmal erklären will, wofür das Geld ist, geht der Auftrag zurück. Logisch.

Wie kam aber nun die Bahn überhaupt an meine Firmenkonten? Das ist noch erstaunlicher. Ich hatte früher eine Bahncard. Ich war beruflich noch häufiger unterwegs, das konnte ich aber einschränken. Gesparte Zeit, gespartes Geld, geschonte Umwelt. Damals haben wir tatsächlich von einem Firmenkonto aus gezahlt. Das ist ein paar Jahre her. Aber die Bahn liebt es, Daten zu sammeln. Weiß man. Da wird nach einem beendeten Vertrag nichts gelöscht. Ein starkes Stück.

Was mache ich jetzt? Daß ich keine Rechnung erhalten habe, habe ich denen ja schon mitgeteilt, da gibt es keine Änderung. Ich muß denen auch nicht verbieten, irgendwo einzuziehen. Wenn die das machen, ist es deren Risiko. Natürlich haben sie die Gebühr für die Rücklastschrift, wie sie sagen, „auf mein Vertragskonto gebucht“.  Von meiner Seite ist alles gesagt. Die Bahn hat mir ja untersagt, in dieser Sache noch einmal

das Wort an sie zu richten.

Bildquelle: www.wikipedia.de

 

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