SvB-Blog

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

Pharisäer (2)

Erstellt von svb am 28. Februar 2009

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Es scheint ein neues Modewort zu sein: asozial… Politiker verwenden sie gerne, diese Wörter. Barbarisch. Ungeheuerlich. Unmenschlich. Nach­dem schön zu sehen war (z.B. hier oder hier), dass das Wort asozial immer zumindest wahr­ge­nom­men wird, ist davon aus­zu­gehen, dass es nicht nur acht­los dahin­ge­sagt wird. Sozio­lekt der Politiker.

Nun hat sich also der Bundestagsvizepräsident Thierse als Demagoge versucht und tief in diese Kiste gegriffen. Das Landes­arbeits­gericht Berlin hat seines Er­achtens ein „bar­bari­sches Urteil von asozialer Qualität“ gefällt. Damit hat sich Thierse dis­kredi­tiert. Aber es lag nicht am Gebrauch von Worten, diese dien­ten nur der Unter­streichung. Thierses Kritik ist hier ent­weder vor­sätz­lich falsch oder Zeugnis er­schrecken­der Borniert­heit. Folge­richtig wird bereits sein Kopf gefordert. Natürlich im über­tragenen Sinn, wir sind doch keine Barbaren.

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Vertrauen wir Asozialen?

Erstellt von svb am 17. Mai 2008

Jörges, Hans UlrichWas für ein Titel. Einem Asozialen wird man vermutlich prime facie nicht vertrauen. Obwohl: Vertrauen, das ist so eine Sache. Wie ist das zu verstehen? Ist hier die Rede davon, jemandem zu trauen oder auf etwas oder jemanden zu vertrauen? „Trust me“, sagt Arnold Schwarzenegger als Killerroboter in „Terminator“ – und Killerroboter sind in Maßstäben der Sozialität vielleicht doch eher auf dem unteren Teil der Skala zu finden.  Wikipedia muss helfen:

Unter Vertrauen wird die Annahme verstanden, dass Entwicklungen einen positiven oder erwarteten Verlauf nehmen. Ein wichtiges Merkmal ist dabei das Vorhandensein einer Handlungsalternative. Dies unterscheidet Vertrauen von Hoffnung.

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