SvB-Blog

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

Kann ich E605 tanken?

Erstellt von svb am 5. Februar 2011

Versetzt man handelsübliches Superbenzin mit zehn Prozent Ethanol, erhält man einen Treibstoff, der „E10“ genannt wird. E10? Ist Misstrauen angesagt? Zunächst klingt ja alles wie eine gute Idee. Mit E10 werden weniger fossile Brennstoffe benötigt.

Und was war wieder schnell Ethanol? Das hieß mal Äthanol, aber Ä10 wäre eine Marketingkatastrophe. Man nennt es auch Alkohol. Was in dem Zusammenhang gefährlich ist. Man hört soviel von komasaufenden Jugendlichen und allgemein zunehmender Blödheit. Daher ist Sorge zu tragen, daß es nicht Mode wird, direkt aus der Zapfsäule an den Tankstellen zu saugen. „Hey, Alter, da kann isch noch voll audofahn, is ja nur 10 Prozent oder so“.

Also, man darf dieses Zeug nicht überall hineinfüllen. Weiterlesen »

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Vergammelter Aufschnitt

Erstellt von svb am 15. November 2009

DBgruenWird man nach umweltfreundlichen Transportmitteln gefragt, wird neben dem Fahrrad schnell auch die Bahn genannt. Zu Recht? Das ökologische Image ist angekratzt. Güter auf die Schiene zu verlagern wird kaum noch gefordert, da die Bahn ihr Netz stark reduziert hat und tagsüber kaum noch Güter befördern kann. Und der Wahn der Bahn, im Per­so­nen­beför­de­rungs­be­reich immer noch schneller und ins­gesamt rendite­stärker zu werden – anstatt komfortabler und zuverlässiger – tut ein übriges dazu.

Aber das ist ja alles kein Problem, wozu hat man Marketing­fach­leute, PR-Spezialisten und Spin-Doktoren. Weiterlesen »

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Freie Drinks auf der Titanic

Erstellt von svb am 28. Dezember 2008

„Je mehr einer verdient, desto mehr gibt er ja für Konsum aus“. Das ist zu­nächst mal nur eine Theorie, aber man kann davon aus­gehen, daß das hin­kommt. Die Um­kehrung gilt tri­vialer­weise. Wer kein Geld hat, kann nicht kon­su­mieren. Oder nur be­grenzt. Oder nur für eine be­stimmte Zeit.

In jedem Fall gilt aber: Je weniger konsumiert wird, desto schlechter geht es der Wirt­schaft. Im ersten Schritt trifft es nur die Kon­sum­güter­in­du­strie und den Einzel­handel, aber dann schon sehr bald alle wei­te­ren Wirt­schafts­zweige. Was tut man also, wenn man der Wirt­schaft helfen will?

Man gibt den Leute mehr Geld. Aber wie?

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