Erstellt von svb am 29. Dezember 2009
Wikileaks wird in der Öffentlichkeit immer gerne als “Whistleblower Plattform” bezeichnet. Was auch immer man sich darunter vorstellen mag: Im modernen Managersprech ist ein Whistleblower ein Insider, der aus Gewissensgründen an die Öffentlichkeit geht und Geheimnisse verrät, die ihm anvertraut wurden oder auf die er als Teil des Systems Zugriff hatte. Dabei nimmt er in Kauf, zum Verräter an Kollegen, Partnern oder Freunden zu werden. Für die antiken Griechen handelt es sich hier ganz klar um ein moralisches Dilemma, und die Götter haben ihre unbarmherzige Hand im Spiel. Wir Deutschen sehen hier eher Luther vor uns, wie er sagt “hier stehe ich und kann nicht anders”.
Das entspricht aber nun ganz und gar nicht dem Bild, das ich von Wikileaks habe. Weiterlesen »
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Erstellt von svb am 30. August 2009
Bundesbahn! Verheißungsvolles Tor zur Welt. Der Münchener Hauptbahnhof mit seinem typischen Geruch nach Rauch, Öl und Metall. Ja, Rauch, eine Dampflok pro Tag reichte für den Geruch. Als Kinder waren wir grundsätzlich mit der Bahn in den Urlaub gefahren, typischerweise an die Nordsee: Ein ganzes Abteil, nur für unsere Familie, grundsätzlich ging es abends los. Im Schlafwagen konnte man herrlich schlafen, und morgens waren wir dann schon fast da. Diese Art zu Reisen wollten wir wiederholen.
Ach, die Bahn ist nicht mehr das, was sie mal war, zumindest in Deutschland. Weiterlesen »
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Erstellt von svb am 16. Juli 2009
Ein schwieriges Thema. Da hat jemand möglicherweise Verbrechen begangen zu einer Zeit, zu der all die, die über ihn zu Gericht sitzen werden, noch lange nicht geboren waren. Mit lebensversicherungsmathematischer Kälte könnte man nun ohne viel Widerspruch formulieren, daß er als 89-jähriger das Ende seines Prozesses vermutlich nicht erleben wird. Dennoch gibt es Leute, die für ihn durchaus noch die Zuständigkeit bei der irdischen Gerichtsbarkeit sehen.
Das Verbrechen: Beihilfe zum Mord in 27.900 Fällen. Weiterlesen »
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Erstellt von svb am 28. Juni 2009

Kennen Sie Santa Barbara? Auf der ganzen Welt gibt es vermutlich über fünfzig davon, allein neun in Mexico. Aber hier ist die Rede von dem Santa Barbara in Kalifornien. Wo die Reichen und Schönen wohnen. D.h., zur Zeit wohnen. Oder zumindest einen Wohnsitz unterhalten, das trifft es vermutlich am besten. Früher waren das eher Städte wie Antibes oder Cannes. Und noch früher war es Baiae, am Golf von Neapel, oder Herkulaneum, Bauli oder Pompeii. Dort, in der Umgebung von Neapel, versammelte sich früher die Elite aus Herkunft, Macht und Geld.
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Erstellt von svb am 11. Februar 2009
Was haben Gauner, Sklaven und Schlawiner gemeinsam, wenn sie zum Abschied leise Servus sagen? Ihre Herkunft verbindet sie, zumindest geographisch.
Was das soll? Es geht mal wieder um Sprache. Wo unsere Wörter herkommen, ist manchmal wirklich verblüffend. Und von political correctness keine Spur. Munter werden Vorurteile in Völkernamen und Völkernamen in Vorurteile verpackt.
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