SvB-Blog

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

Wie die Faust aufs Auge

Erstellt von svb am 6. März 2012

Unvergesslich der Gentleman, den bei seiner Hinrichtung angesichts des Henkers hauptsächlich eine Sorge plagt – die Frage „Was gibt man dem Mann?“ Diese Geschichte wurde schon so vielen Menschen zugeschrieben, daß es sich klar um eine urbane Legende handelt, einen neuzeitlichen Mythos. Oft wird erwähnt, bei dem Delinquenten habe es sich um einen Snob gehandelt. Das sehe ich anders. Der wahre Gentleman denkt einfach an alles, und wo man nicht auf Erfahrung zurückgreifen kann, steigt das Risiko, eine Peinlichkeit zu begehen. Das ist bei Hinrichtungen so, das ist beim Ausscheiden aus dem Amt des Bundespräsidenten nicht anders. Kaum jemand macht diese Erfahrung zweimal.

Wiebitte? Schon wieder ein Wulff-Artikel? Nein, keine Sorge, mir geht es wie allen: Ich mag den Namen dieses Menschen nicht mehr hören. Weiterlesen »

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Wulffitäten und echte Skandale

Erstellt von svb am 2. Februar 2012

Der Skandal Wulff hört nicht auf. Er hat kein Ende. Er hat das gemeinsam mit dem Limes von 1 durch n für n gegen unendlich. Der erreicht sein Ende auch nie und wird dabei ebenfalls beliebig klein. Winzig. Unbedeutender als unbedeutend. Aber er hört nicht auf, wie gesagt, immerhin.

n steht hier sowohl für die Zeit, die verstreicht, als auch für die Anzahl der Meldungen. Die neueste Meldung: Die Wulffs haben ein spezielles Auto gekriegt und das für wenig Geld. Nachzulesen aktuell im Spiegel online, um das Auto ging es bereits im Januar schon mal. Die Wulffs haben ein (hässliches) 30.000-Euro-Auto für 850 Euro im Monat, was einen gewissen Seltenheitswert hat und jemand hat ihnen ein Bobbycar geschenkt. Das ist ja … das ist was? Ach so, klar, EIN SKANDAL.

Was genau ist der Skandal? Weiterlesen »

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Dschungelcamp 2.0

Erstellt von svb am 8. Januar 2012

Ein weiterer Tag ist vergangen, der Bundespräsident ist immer noch nicht zurückgetreten. Der hält ja mächtig was aus. Die Frankfurter Zeitung hat sich für ihre Sonntagsausgabe entschlossen, mal ein anderes Titelbild zu verwenden. Wulff, Wulff, Wulff, das wird langweilig, was machen wir denn nun? In ihrer Not nimmt sie eben ein Bild einer Mailbox, aber einer von 1972, denn eine von 2012 macht als Bild nicht viel her. Schönes Symbol für den Stand der Wulffkrise. Damit ist die F.A.S. ihr Problem los, was sie von Herrn Wulff unterscheidet.

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Breaking News: Kein Rücktritt

Erstellt von svb am 7. Januar 2012

Für gewöhnlich melden die Nachrichtenagenturen überraschende Neuigkeiten. Zur Zeit melden sie vor allem, daß der Bundespräsident nicht zurücktritt. Aber wieso sollte er eigentlich zurücktreten? Er wollte ein Haus kaufen und hat sich von einem Freund Geld geliehen. Das ist nicht abwegig, das habe ich auch einmal gemacht. Mein Freund hatte bessere Zinsen als auf dem Sparkonto und ich hatte bessere Zinsen als auf einem Kreditkonto. Na gut, das ist 25 Jahre her und es ging auch nur um 100.000 Schilling und nicht um 500.000 Euro, aber am Prinzip ändert das nichts.

Ich war allerdings Student und nicht Ministerpräsident und habe daher keinen Gedanken an den Transfer des Geldes verschwendet. Weiterlesen »

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Ich bin jünger als Hitler

Erstellt von svb am 1. Juli 2010

Es gibt nichts, was einem so viel mediale Aufmerksamkeit schenkt wie ein NS-Vergleich. Das wird manchmal von Politikern genutzt, dann hat es ein G’schmäckle, aber manchmal „passiert“ es auch Normalos. Wie zum Beispiel Katharina Müller-Hohenstein, die vom „Inneren Reichsparteitag“ geredet hatte.

Irgendwie ist ja doch den meisten klar, dass es sich dabei um einen ironischen Ausdruck handelt. Einen, den man im Dritten Reich nur unter guten Freunden verwendet hätte und da auch nur geflüstert. Dennoch war sich die veröffentlichte Meinung einig: Das war eine Entgleisung. Der Logiker reibt sich verwundert die Augen, der Historiker sperrt Mund und Nase auf und jeder Ausländer schüttelt mit dem Kopf.

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