SvB-Blog

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

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Archiv für November, 2010

Leuchtende Beispiele

Erstellt von svb am 18. November 2010

Müll muß getrennt werden, klare Sache. Auch in Afghanistan von unseren heldenhaften Soldaten im Einsatz – klar, die haben ja nichts besseres zu tun. Gurken müssen begradigt und Bananen gekrümmt werden. Rauchen gefährdet die Gesundheit, Nichtrauchen nur die aluminumerzeugende Industrie. Trotzdem muß Rauchen verboten werden, scheibchenweise, immer mehr. Noch mehr Beispiele für Regelungswut? Glühbirnen sind böse. Mußten auch verboten werden, zunächst nur die hellen.

Kann man ja problemlos durch Energiesparlampen ersetzen. Man hätte auch den Strom teurer machen können, bis die Leute freiwillig Energiesparlampen kaufen, aber nicht für Stellen, wo sie immer nur ganz kurz Licht brauchen und dann nicht mehr. Im Dachboden zum Beispiel. Aber verbieten ist einfacher. Ach, manche Glühlampen vermisse ich doch sehr.

Anderes Thema: Kleinstheizungen sind nicht verboten. Weiterlesen »

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Alle Jahre wieder: Die Vorrats­daten­speicherung

Erstellt von svb am 16. November 2010


Wissen Sie noch, was Ihanizuven waren? Richtig, das waren die „Ich-hab-nichts-zu-verbergen“-Mitbürger, über die ich hier schon berichtet habe. Lustigerweise sind das oft dieselben, die sich über Google echauffieren, denn was der Staat machen will, darf die Wirtschaft noch lange nicht. Höchstens die amerikanische im Umweg über ihren Geheimdienst, aber SWIFT ist ein Kapitel für sich. Ihanizuven verstehen jedenfalls nicht, was gegen die Vorratsdatenspeicherung spricht.

Worum geht es da? Weiterlesen »

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Schreiben wie Chuck Norris

Erstellt von svb am 13. November 2010

Ich lese Zeitung sehr ehrfürchtig. Soll heißen: Sie ist aus Papier. Und bevor ich den vielzitierten Fisch einwickle, was ich nur selten tue, oder die Zeitung als Anzünder für meinen Ofen verwende, lese ich sie aus. Komplett. Auch den Sportteil, obgleich ich mit Passivsport nicht viel anfangen kann. Auch die Aktienkurse, auch wenn ich keine Aktien habe, sieht man mal von meinen SpaceNet-Aktien ab, die aber nicht erwähnt werden. Auch das Wetter und das Fernsehprogramm, obwohl ich da oft ein paar Wochen hinterher bin.

Aus diesem Grund geht sich für mich keine Tageszeitung aus. Aktuelles erfahre ich ohnehin aus dem Internet – aber was bleibt, ist bestens geeignet für eine Wochenzeitung. Und da gibt es die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, welche ich in sieben Päckchen – für jeden Tag der Woche eines – mir sozusagen homöopathisch zuführe. So entgehe ich der Rechtschreibung der Süddeutschen, der Trivialität der Bild am Sonntag und der reißerischen Attitüde der Magazine. Na gut, ab und zu lese ich einen Stern und freue mich über die Steilvorlagen eines Herrn Jörges für einen weiteren Verriß in meinem Blog.

Warum erzähle ich das so lange? Weiterlesen »

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Über den Verbleib allfälliger Sakralbauten im urbanen Kontext

Erstellt von svb am 11. November 2010

Heute ist Sankt Martin. Heute ziehen bei anbrechender Dunkelheit die kleinen Kinder mit Laternen durch ihre Viertel und singen dazu. „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“. Schon als kleinem Buben ist es mir merkwürdig vorgekommen, daß meine Laterne mit mir geht. „Entweder oder“, nicht „und“. Egal. Aber heute ist etwas anders als sonst: Will man den Medien Glauben schenken, so gibt es heute einen Schweigemarsch, weil die Kinder nicht singen dürfen, solange sie nicht Unsummen an die GEMA bezahlen.

So tönt es jedenfalls schon den ganzen Tag aus dem Radio, die Twitterati kramen Worte wie „infam“  aus und manche Blogartikel übertrumpfen sich gegenseitig in Angriffen auf die GEMA. Kollektive Erregung allerorten, kein Wunder bei dem Thema. Die armen Kinder! Nicht singen. Lautlos, gespenstisch, werden sie in Zweierreihen mit gesenktem Kopf hintereinanderhertrotten. Blühender Blödsinn, so etwas macht misstrauisch.

Zunächst einmal: Man darf, zumindest im Sinne von GEMA-Freiheit, singen, was man will. Weiterlesen »

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Kernkraft ist relativ sicher

Erstellt von svb am 9. November 2010

Heute ging ein Raunen durch das Netz: Die Atomlobby-Website www.kernenergie.de wurde gehackt. Keine Sorge – hier lassen sich keine Atomkraftwerke fernsteuern oder Brennelemente in die heimische Atombombenproduktion im Keller umlenken. Nein, aber die lächerliche Behauptung, man könne etwas ganz sicher machen, wird einer gewissen Belastungsprobe unterzogen.

Wenn mir Physiker erklären würden, daß man alte, ausgebrannte Brennstäbe, die ja immerhin noch Wärme abgeben, kostendeckend im Fernwärmenetz einsetzen kann, dann würde ich fasziniert zuhören. Das wäre keine Lösung für die nächsten 10.000 Jahre, aber dennoch nicht gleich wieder eine Altlast für die kommenden Generationen. Äußert sich aber ein alerter Marketingspezialist oder eine PR-Agentur, dann beruhigt mich das kein bisschen.

Nun ja, daß Technik wirklich selten dauerhaft sicher ist, kann man in Gutachten zu Gorleben lesen. Oder in Untersuchungen zu Asse. Oder, viel unterhaltsamer, in unfreiwilligen Gegenbeweisen. So sah heute die Seite www.kernenergie.de aus:

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