SvB-Blog

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, daß man eine hat (Heinrich Heine)

Drahtlose Spitzfindigkeit

Erstellt von svb am 19. November 2009

394px-CB-HandfunkgeraetEin Bonner Autofahrer war etwa 3 km von seinem Haus entfernt, als in seiner Tasche das Mobilteil seines Festnetz-Telefons piepte. Er nahm es heraus, schaute es an und hielt es an sein Ohr. Normalerweise ist ab 200 m Entfernung vom Haus keine Kommunikation mit der Basisstation mehr möglich. Das Bonner Amtsgericht hielt auch das Mobilteil einer Festnetzanlage für ein Mobiltelefon im Sinne von § 23 Abs. 1 a StVO und verhängte ein Bußgeld in Höhe von 40,- €.

Das ließ sich der Autofahrer nicht gefallen und zog vor das Oberlandesgericht Köln. Weiterlesen »

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Unwörter

Erstellt von svb am 22. April 2009

berl-philharmoniker-webDieses Jahr hatte ich noch keinen Kandidaten für das Unwort des Jahres. Die Unwort-Debatte ist nicht ganz ungefährlich und man wird kaum Wörter finden, die zu verurteilen der einhellige Wunsch aller Deutschen ist.

Es gab:

Freiwillige Ausreise (2006, den Ausreisenden wurde unterstellt, sie hätten sich doch irgendwie überreden lassen). Herdprämie (2007, das Wort diffamiere Eltern, die ihre Kinder zuhause erziehen und nicht in eine Krippe geben). Notleidende Banken (2008, das Wort vertausche Ursache und Wirkung der Wirtschaftskrise).

Ich hätte andere Wörter ausgesucht. Weiterlesen »

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Freie Drinks auf der Titanic

Erstellt von svb am 28. Dezember 2008

„Je mehr einer verdient, desto mehr gibt er ja für Konsum aus“. Das ist zu­nächst mal nur eine Theorie, aber man kann davon aus­gehen, daß das hin­kommt. Die Um­kehrung gilt tri­vialer­weise. Wer kein Geld hat, kann nicht kon­su­mieren. Oder nur be­grenzt. Oder nur für eine be­stimmte Zeit.

In jedem Fall gilt aber: Je weniger konsumiert wird, desto schlechter geht es der Wirt­schaft. Im ersten Schritt trifft es nur die Kon­sum­güter­in­du­strie und den Einzel­handel, aber dann schon sehr bald alle wei­te­ren Wirt­schafts­zweige. Was tut man also, wenn man der Wirt­schaft helfen will?

Man gibt den Leute mehr Geld. Aber wie?

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Kirschen essen

Erstellt von svb am 21. Dezember 2008

Die Erfindung des Automobils hatte bei allen Nachteilen auch einen Vorteil: zumindest ist die Zahl der Pferdediebstähle stark zurückgegangen. Trotzdem: Schön, wenn man jemanden kennt, mit dem man Pferde stehlen kann. Wenn man dann jemandem die Pferde gestohlen hat, dann ist vermutlich nicht mehr mit ihm gut Kirschen essen.

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Opel fahn is wie wenze fliechs

Erstellt von svb am 9. Dezember 2008

Kadett ADie Firma Opel ist in Bedrängnis und bittet den Staat, ihr zu helfen. Das letzte Mal, als die Öffentlichkeit rettend für eine Automobilfabrik einspringen wollte, ist es schrecklich schiefgegangen. Daher kennt heute kaum noch jemand die Automarke Borgward. Bei wikipedia steht es genauer:

Am 4. Februar 1961 kam es so zu einer der spektakulärsten Insolvenzen der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Das Land Bremen sperrte Borgward einen bereits zugesagten Kredit und überführte die Borgward-Werke in eine Aktiengesellschaft. Weiterlesen »

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